Sechs Jahre nach dem Hanauer Anschlag: Trauer, Erinnerung und unvollendete Versprechen
Sechs Jahre nach dem Hanauer Anschlag: Trauer, Erinnerung und unvollendete Versprechen
Sechs Jahre sind vergangen, seit der tödliche Anschlag in Hanau Deutschland erschütterte. Am 19. Februar 2020 ermordete ein rechtsextremer Attentäter in Hanau-Kesselstadt neun Menschen. Ein zehntes Opfer erlag später seinen bei dem Angriff erlittenen Verletzungen – die Tat hinterließ tiefe Wunden in der Gemeinschaft.
Die Ministerpräsidentin hat nun die Entschlossenheit der Landesregierung betont, das Andenken an die Opfer zu bewahren. In einer aktuellen Stellungnahme bezeichnete sie die Erinnerung als Pflicht und zugleich als Waffe gegen Hass und Extremismus.
Der Anschlag von 2020 richtete sich gegen Gäste in zwei Shisha-Bars und hinterließ bei Angehörigen und Überlebenden bleibende Traumata. Die Ministerpräsidentin räumte ein, dass die Wunden dieser Nacht bis heute nicht verheilt sind. Sie sprach den Familien der Opfer und allen, die noch immer mit den Folgen kämpfen, ihr tiefes Mitgefühl aus.
In ihrer Ansprache betonte die Regierungschefin, dass das Vermächtnis der Opfer zum Handeln verpflichte. Sie rief zu geschlossener Front gegen Hetze und Hassrede auf und warnte davor, dass sich solche Gräueltaten niemals wiederholen dürften. Die Erinnerung an die Hanauer Opfer, so ihre Worte, mahne dazu, die Demokratie und das friedliche Zusammenleben zu verteidigen.
Trotz dieser Bekundungen hat die hessische Landesregierung seit dem Anschlag jedoch keine neuen Maßnahmen gegen Rassismus oder Extremismus auf den Weg gebracht. Der Fokus liegt vorerst darauf, der Verstorbenen zu gedenken und die Betroffenen weiter zu unterstützen.
Die Landesregierung gelobte, das Andenken an die Hanauer Opfer wachzuhalten. Ihr Tod, so die Ministerpräsidentin, müsse Antrieb sein, sich gegen Rassismus zu stellen und die Werte der Gesellschaft zu schützen. Doch zum sechsten Jahrestag bleibt die Forderung nach konkreten Schritten zur Verhinderung künftiger Gewalt unerfüllt.
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