Marburgs Winterdienste kämpfen mit Rekordschnee und Extrembedingungen

Nico Schulz
Nico Schulz
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Eine Maus steht im Schnee.Nico Schulz

Marburgs Winterdienste kämpfen mit Rekordschnee und Extrembedingungen

Rekordschneefall in Dresden bringt Marburgs Winterdienste an die Grenzen

Die heftigen Schneefälle in diesem Winter haben die Räumteams in Marburg bis an ihre Belastungsgrenze gebracht. Mitarbeiter des Dienstleistungsbetriebs Marburg (DBM) haben in anstrengenden Schichten gearbeitet, um Straßen und öffentlichen Nahverkehr am Laufen zu halten. Nach wochenlangem Dauerbetrieb mit Schnee und Eis würdigt die Stadt nun ihren Einsatz.

Seit Mitte Januar kämpfen die DBM-Teams mit Extrembedingungen, wie sie seit 15 Jahren nicht mehr aufgetreten sind. Bis zum 18. Februar hatten die Beschäftigten bereits 8.200 Stunden im Winterdienst geleistet. Auf dem Höhepunkt der Einsätze waren bis zu 80 Kräfte gleichzeitig im Einsatz, die mit sieben Schneepflügen und Streufahrzeugen Straßen freiräumten und Streugut verteilten.

Priorität hatten vor allem Buslinien, Zufahrten zu Krankenhäusern und steile Steigungen – diese Bereiche wurden als besonders dringlich eingestuft, um die Aufrechterhaltung wichtiger Dienstleistungen zu gewährleisten. Doch die Arbeit war riskant: Enge Straßen, schlechte Sichtverhältnisse und dichter Verkehr erhöhten die Unfallgefahr. Zudem mussten die Teams steile Hänge rückwärts befahren, was die Aufgabe zusätzlich erschwerte.

Lange Schichten wurden zur Regel. Während der stärksten Schneefälle arbeiteten die Mitarbeiter ohne Pause über eine Woche hinweg, manche Schichten dauerten elf Stunden. Ihr Ziel: den öffentlichen Nahverkehr bis 6 Uhr morgens jeden Tag vollumfänglich wiederherzustellen. Doch falsch parkende Autos blockierten oft die Straßen und bremsten die Fortschritte – manchmal war eine vollständige Räumung unmöglich.

Um die Teams zu unterstützen, bittet die Stadt die Anwohner, bei Schneefall auf eigenem Grund zu parken. Freie Wege für die Winterdienstfahrzeuge ermöglichen es den Kräften, schneller und sicherer zu arbeiten.

Der Schneefall hat Marburgs Wintervorsorge wie kein anderes Ereignis der jüngeren Vergangenheit auf die Probe gestellt. Durch den Rund-um-die-Uhr-Einsatz des DBM blieben wichtige Verbindungen offen – doch die Herausforderungen sind noch nicht vorbei. Bei weiterem Schneefall setzt die Stadt weiterhin auf das Engagement ihrer Mitarbeiter und die Mithilfe der Bevölkerung, um Sicherheit und Mobilität zu gewährleisten.

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