Frankfurter Protest für Iran löst Debatte über Antisemitismus und Friedensappelle aus

Lina Lange
Lina Lange
2 Min.
Eine Gruppe von Menschen hölt ein Transparent mit der Aufschrift "öffnet die Grenzen, rettet Leben, bekämpft Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast im Hintergrund, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.Lina Lange

Protest in Frankfurt: Spannungen nach Iran-Angriffen - Frankfurter Protest für Iran löst Debatte über Antisemitismus und Friedensappelle aus

Rund 600 Menschen versammelten sich am Sonntag in Frankfurt zu einer Kundgebung, die von der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen (IRH) organisiert worden war. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Für Frieden und Völkerrecht – Stopp dem illegalen Krieg der USA und Israels gegen den Iran!" und stieß bei lokalen Politikern sowie Gegenprotestierenden auf scharfe Kritik.

Die Demonstranten trugen Plakate mit Parolen wie "Lieber ein Mullah als US-Besatzung" oder "Kindermörder Israel". Zudem wurden während der Kundgebung Porträts des verstorbenen iranischen Revolutionsführers Ajatollah Ali Chamenei gezeigt. Die Rufe der Menge richteten sich vor allem gegen Israel und heizten die ohnehin angespannte Stimmung weiter an.

Die Polizei versuchte, die Kundgebung von den Gegenprotesten zu trennen, doch es kam zu Handgreiflichkeiten zwischen Demonstranten, Gegenprotestierenden und Beamten. Über konkrete Sicherheitsvorkehrungen, um eine weitere Eskalation zu verhindern, wurden keine Details bekannt.

Hessens Antisemitismusbeauftragter Uwe Becker (CDU) verurteilte die Veranstaltung als "Verherrlichung des gewalttätigen iranischen Regimes" und forderte die Behörden auf, künftige Kundgebungen dieser Art zu prüfen und gegebenenfalls zu verbieten. Die IRH wies die Vorwürfe zurück und betonte, die Demonstration richte sich ausschließlich gegen Krieg und völkerrechtswidrige Aggression. Stattdessen werde zu Deeskalation und diplomatischen Lösungen aufgerufen.

Die Frankfurter Proteste zeigten, wie tief die Gesellschaft in der Frage internationaler Konflikte mit Iran gespalten ist. Während die Organisatoren die Kundgebung als Friedensappell darstellten, warfen Kritiker ihr vor, spaltende Rhetorik zu verbreiten. Nun stehen die Behörden vor der Frage, wie sie mit ähnlichen Demonstrationen in Zukunft umgehen sollen.

Neueste Nachrichten
Das Essenerhof Hotel in Berlin, Deutschland, ein mehrstöckiges Gebäude mit Fenstern, Türen, Säulen, Laternen und einem Namensschild, mit einer Straße davor und Fahrzeugen auf der rechten Seite, unter einem sichtbaren Himmel.
Promis 2 Min.

Hanka Rackwitz startet mit Dorfgaststätte in Sachsen-Anhalt durch

Vom Wasserschloss zur Dorfkneipe: Hanka Rackwitz wagt den ungewöhnlichen Karrierewechsel. Was Gäste in ihrer neuen Gaststätte erwartet – und warum sie selbst mit anpackt.

Ein Zuggleis mit Graffiti an der Seite, umgeben von Geländern, Pfählen, Lichtern und Bäumen, mit Türmen und Drähten im Hintergrund und Schnee am Boden.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

ICE kollidiert mit Reifen und Bobbycar – war es Sabotage an der Bahnstrecke?

Ein ICE rast mit 160 km/h in fremde Gegenstände – war es ein Anschlag? Die Bahn verstärkt jetzt die Sicherheit entlang ihrer Strecken.

Ein Plakat mit Text über Flüchtlinge, die Gebührenbefreiungen für Coursera-Kurse erhalten, mit mehreren Personen im Hintergrund.
Bildung und persönliche Entwicklung 2 Min.

Thüringenkolleg Weimar schließt für neue Studierende – Proteste gegen Bildungsminister

Eine Institution für Spätstarter steht vor dem Aus. Während das Ministerium Kosten sparen will, kämpfen Politiker um den Erhalt des Thüringenkollegs – und damit um eine zweite Chance für viele.

Der Eingang zu einem Chanel-Geschäft in Paris, Frankreich, geschmückt mit üppigen grünen Pflanzen und Lichtern, mit einer Schaufensterpuppe in einem roten Kleid davor und dem Boden unten sichtbar.
Filme & Fernsehen 2 Min.

Chanel rockt die Paris Fashion Week mit Stars und mutigen Trends

Glamour pur in Paris: Chanel begeistert mit einer spektakulären Show und überraschenden Gästen. Warum diese Kollektion alle Blicke auf sich zieht.

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem beschreibendem Text.
Daten- und Cloud-Computing 2 Min.

Energieblogger werden zur treibenden Kraft der deutschen Energiewende

Von 19 Gründern zu 50 Aktivisten: Wie eine digitale Gemeinschaft die Energiewende beschleunigt. Jetzt öffnen sie sich sogar international – mit klarem Kurs gegen Greenwashing.

Eine Gruppe von Menschen auf einem Fußballfeld mit einer roten und weißen Flagge im Vordergrund, einem Bogen mit dem Text "Bayern München vs. Bayern München Wetten & Vorschau" im Hintergrund und einer großen Menschenmenge im Stadion.
Champions League 2 Min.

Bayerns Favoritenrolle im Achtelfinale gegen Atalanta Bergamo auf dem Prüfstand

Kane ist zurück, die Bayern sind Favorit – doch Atalanta Bergamo hat schon bewiesen, dass sie Giganten stürzen kann. Ein Duell zwischen Gruppenphase-Souveränität und K.-o.-Phase-Drama.

Ein rotes und weißes Verbotsschild mit einem Messer in der Mitte, das anzeigt, dass Messer nicht erlaubt sind.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

Hessen verzeichnet weniger Messerangriffe – doch Innenminister will Verschärfungen

Weniger Angriffe, mehr Sicherheit? Hessens Städte setzen auf waffenfreie Zonen. Doch der Innenminister fordert jetzt noch strengere Kontrollen – auch im Nahverkehr.

Eine Goldmünze mit der Aufschrift 'Vaigre' auf einem weißen Hintergrund.
Investitionen 2 Min.

Gold bleibt steuerfrei – doch Silber wird in der EU immer teurer für Anleger

Goldbarren bleiben in Deutschland steuerfrei – doch wer Silber kauft, zahlt drauf. Warum Estland und die Schweiz plötzlich teurer werden und wo Europäer noch Schlupflöcher nutzen. Frankfurts Händler locken mit Diskretion und Top-Service, während Norwegen mit EWR-Tricks wirbt.

Neueste Nachrichten