DAX schwankt: Handelskonflikte zwischen EU und USA belasten Anlegerstimmung

Amelie Brandt
Amelie Brandt
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Ein Computerbildschirm mit einem bunten Börsenchart und verschiedenen Textelementen.Amelie Brandt

DAX schwankt: Handelskonflikte zwischen EU und USA belasten Anlegerstimmung

DAX mit gemischter Performance – Investoren bleiben angesichts von Handelskonflikten und Unternehmenszahlen vorsichtig

Der DAX zeigte am Dienstag eine uneinheitliche Entwicklung und spiegelte damit die Zurückhaltung der Anleger angesichts von Handelskonflikten und Sorgen um die Unternehmensgewinne wider. Bis zur Mittagszeit erholte sich der Index leicht, blieb aber im Vergleich zum Montagsschluss kaum verändert. Ein schwächerer Euro und die anhaltenden Streitigkeiten zwischen der EU und den USA verstärkten die Unsicherheit an den Finanzmärkten.

Der Handelstag begann mit einem Minus von 0,1 % – der DAX notierte gegen 12:30 Uhr bei etwa 24.975 Punkten. Anleger reagierten auf enttäuschende Quartalsergebnisse zweier großer DAX-Konzerne: MTU Aero Engines und Fresenius Medical Care. Beide Unternehmen senkten ihre Jahresprognosen, was die Aktienkurse zusätzlich belastete.

MTU Aero Engines steht unter Druck durch steigende Kosten, die die Gewinnmargen schmälern und den freien Cashflow verringern. Gleichzeitig belasten die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten sowie Herausforderungen in der Softwarebranche – insbesondere im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz – die allgemeine Marktstimmung.

Die Handelskonflikte zwischen der EU und den USA haben sich in den letzten Monaten verschärft. Im Februar 2026 verhängte US-Präsident Donald Trump nach einem Urteil des Supreme Court 15-prozentige Zölle auf EU-Importe. Daraufhin setzte das Europäische Parlament die Ratifizierung eines zuvor ausgehandelten Handelsabkommens aus. Die EU hat die Umsetzung des "Turnberry/Scotland-Abkommens" bis auf Weiteres ausgesetzt, bis die USA den früheren Vereinbarungen nachkommen. Eine mögliche Abstimmung über weitere Gegenmaßnahmen könnte noch in dieser Woche oder bis zum 10. März stattfinden.

Trotz der allgemeinen Unsicherheit entwickelten sich einige Branchen positiv. Versorger- und Automobilaktien verzeichneten Gewinne, während Rückversicherer weiterhin gefragt waren. Bis zur Mittagszeit notierten 22 der 40 DAX-Unternehmen im Plus. Auch der Euro gab leicht nach und wurde am Dienstagnachmittag mit 1,1783 US-Dollar gehandelt.

Die leichte Erholung des DAX am Dienstag deutet auf vorsichtigen Optimismus hin – trotz anhaltender wirtschaftlicher und politischer Herausforderungen. Anleger beobachten weiterhin die Handelsentwicklungen zwischen der EU und den USA sowie die Unternehmensberichte. Die gemischte Marktperformance zeigt sowohl branchenspezifische Stärken als auch die anhaltenden Bedenken hinsichtlich Zöllen und geopolitischer Risiken.

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