Junge Frauen in Kostheim machen Straßen sicherer – mit greifbaren Erfolgen

Amelie Brandt
Amelie Brandt
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Eine Stadtstraße mit Autos, Fußgängern, Gebäuden, Straßenlaternen, Strommasten, Bäumen und Schildern.Amelie Brandt

Junge Frauen in Kostheim machen Straßen sicherer – mit greifbaren Erfolgen

Ein Stadtrundgang unter Leitung junger Frauen verändert Kostheims Straßen

Die Aktion Meine Stadt, meine Gefühle hat gezeigt, wo schlechte Beleuchtung und verwirrende Wege in Kostheim ein Unsicherheitsgefühl auslösen. Nun wurden zwischen dem Hallenbad und der Sporthalle neue Lampen installiert – ein erster sichtbarer Erfolg des Engagements.

Die Initiative ging von jungen Frauen des Jugendpavillons Krautgärten und des Kinder-, Jugend- und Stadtteilzentrums Reduit aus. Ihre Arbeit prägt mit, wie die Stadt Sicherheit und Teilhabe plant.

Der Rundgang begann als Versuch, diffuse Ängste in konkrete Beobachtungen umzuwandeln. Die Teilnehmerinnen durchquerten Kastel und Kostheim, wiesen auf dunkle Ecken, unklare Wegeführungen und vernachlässigte Orte hin. Ihre Feststellungen wurden dokumentiert und in eine Liste umsetzbarer Verbesserungsvorschläge überführt.

Eine der ersten Veränderungen erfolgte prompt: Die Beleuchtung zwischen Hallenbad und Sporthalle wurde aufgehellt. Der kommunale Dienstleister mattiaqua setzte die neuen Leuchten gemeinsam mit dem Sozialdezernat um. Diese kleine, aber sichtbare Maßnahme zeigt, wie gelebte Erfahrungen direkt in die Stadtplanung einfließen können.

Doch es geht nicht nur um Licht. Drei weitere Standorte in Kostheim werden nun von den städtischen Behörden geprüft. Probleme wie illegale Müllablagerungen, Beschädigungen an historischen Mauern und unbefugte Nutzungen mit Brandrisiko stehen auf der Agenda. Für jeden Fall werden Lösungsmöglichkeiten geprüft.

Dr. Patricia Becher, Leiterin des Sozialdezernats, betont den Wert der Perspektiven junger Frauen: "Ihre Inputs helfen, Veränderungen dort anzustoßen, wo sie am dringendsten gebraucht werden." Das Projekt gibt jungen Menschen zudem eine Stimme bei der Gestaltung ihres Umfelds – und beweist, dass bessere Beleuchtung und durchdachtes Design Vertrauen und Sicherheit stärken.

Der Kostheimer Rundgang dient inzwischen als Modell für geschlechtersensible Stadtplanung. Indem persönliche Erfahrungen in administrative Maßnahmen übersetzt werden, zeigt er, wie Städte stärker auf die Bedürfnisse ihrer Bewohnerinnen und Bewohner eingehen können.

Die Dunkle Wanderung hat in Kostheim bereits greifbare Verbesserungen bewirkt. Die neuen Lampen sind ein erster Schritt, weitere Veränderungen sind in Planung. Das Projekt macht deutlich: Bürgerbeteiligung kann öffentliche Räume sicherer und einladender gestalten – Straße für Straße.

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