Sachsen meldet zweiten Rückgang bei Asylanträgen – Abschiebungen steigen deutlich

Amelie Brandt
Amelie Brandt
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Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem Gebäude mit Fenstern, umgeben von Gras, einem Metallzaun, Pflanzen, Bäumen und Fahnen mit Ständen, unter einem bewölktem Himmel.Amelie Brandt

Anzahl der Asylsuchenden in Sachsen deutlich gesunken - Sachsen meldet zweiten Rückgang bei Asylanträgen – Abschiebungen steigen deutlich

Sachsen verzeichnet zweiten Rückgang in Folge bei Asylanträgen

In Sachsen sind die Asylanträge im zweiten Jahr in Folge deutlich zurückgegangen. 2025 stellten nur noch 5.189 Menschen einen Asylantrag im Freistaat – weniger als die Hälfte des Vorjahreswerts. Innenminister Armin Schuster (CDU) führte den Rückgang auf eine strengere Linie zurück, bei der Abschiebungen und freiwillige Ausreisen nun im Mittelpunkt der Politik stünden.

Die aktuellen Zahlen zeigen einen kontinuierlichen Rückgang der Asylgesuche. Nach 23.120 Anträgen im Jahr 2023 sank die Zahl auf 10.120 im Jahr 2024, bevor sie 2025 bei 5.189 lag. Die häufigsten Herkunftsländer waren Venezuela, Afghanistan, Syrien, Pakistan und die Türkei. Gleichzeitig ließen sich 2025 insgesamt 5.942 ukrainische Flüchtlinge, die vor Russlands Angriffskrieg flohen, in Sachsen als Schutzsuchende registrieren – ein Anstieg gegenüber 1.912 im Vorjahr.

Abschiebungen rücken in den Fokus 2025 wurden 917 Menschen zwangsweise abgeschoben, doch 64 Prozent der geplanten Abschiebungen scheiterten, weil sich die Betroffenen den Behörden entzogen. Weitere 1.588 abgelehnte Asylbewerber verließen Deutschland freiwillig – die höchste je verzeichnete Zahl und fast doppelt so viele wie die 950 Ausreisen im Jahr 2024.

Schuster kündigte verschärfte Maßnahmen an, um die Zahl der Rückführungen zu erhöhen. So schlug er vor, reguläre Gefängnisse für die Abschiebungshaft zu nutzen, um den Druck auf Ausreisepflichtige zu verstärken. Zudem sollen Airlines künftig verpflichtet werden, bei Rückführungen mitzuwirken, um ausreichend Transportkapazitäten zu sichern. Der Minister wertete die sinkenden Asylzahlen als Beleg für den Erfolg der strengeren Ausrichtung der Politik.

Trend zu weniger Asylanträgen – mehr Abschiebungen und freiwillige Ausreisen Die Daten bestätigen einen klaren Abwärtstrend bei den Asylanträgen, während freiwillige Ausreisen und Abschiebungen zunehmen. Die sächsische Landesregierung treibt nun weitere Verschärfungen voran, darunter erweiterte Haftmöglichkeiten und Pflichten für Fluggesellschaften. Ziel der Änderungen ist es, Rückführungen zu beschleunigen und die Zahl der Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus in Deutschland zu verringern.

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