Hessen verzeichnet weniger Messerangriffe – doch Innenminister will Verschärfungen

Amelie Brandt
Amelie Brandt
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Ein rotes und weißes Verbotsschild mit einem Messer in der Mitte, das anzeigt, dass Messer nicht erlaubt sind.Amelie Brandt

Weniger Messerangriffe in öffentlichen Räumen in Hessen - Hessen verzeichnet weniger Messerangriffe – doch Innenminister will Verschärfungen

Rückgang von Messerangriffen in öffentlichen Räumen Hessens setzt sich fort

Die Zahl der Messerangriffe in öffentlichen Räumen in Hessen hat erneut abgenommen. Aktuelle Zahlen zeigen 371 Vorfälle im Jahr 2023 – ein Rückgang gegenüber 457 im Vorjahr. Nun will der hessische Innenminister die Einschränkungen für das Mitführen von Messern in Innenstädten und im öffentlichen Nahverkehr erweitern.

Die neuesten Daten belegen einen stetigen Rückgang der gewalttätigen Übergriffe mit Messern. 2023 registrierte Hessen 371 Angriffe mit Messern in der Öffentlichkeit, nach 457 im Jahr 2022 und noch höheren Zahlen 2021. Auch die Anzahl der Opfer sank im gleichen Zeitraum von 554 auf 444.

Der hessische Innenminister Roman Poseck bewertet diese Entwicklung als "deutliche Bestätigung", dass die bisherigen Maßnahmen wirken. Er warnt vor den Gefahren durch Messer, die "leicht zugänglich sind und innerhalb von Sekunden zu einer echten Bedrohung werden" können. Um das Problem in den Griff zu bekommen, haben zehn Städte – darunter Frankfurt, Wiesbaden, Kassel und Darmstadt – waffenfreie Zonen in ihren Zentren eingerichtet.

Seit der Einführung dieser Zonen hat die Polizei etwa 750 verbotene Waffen beschlagnahmt. Die lokalen Behörden haben zudem die Kontrollen verschärft: Allein in Kassel wurden seit Oktober 2024 bereits 154 Verstöße gemeldet. Diese Maßnahmen sind Teil der umfassenden "Innenstadt-Initiative", die die Sicherheit in urbanen Räumen verbessern soll.

Poseck plant nun, ein umfassenderes Verbot von Messern in Innenstädten und im öffentlichen Verkehr durchzusetzen. Der Rückgang der Angriffe rechtfertigt seiner Meinung nach strengere Kontrollen.

Der Rückgang der Messerattacken folgt auf die Einführung waffenfreier Zonen und verschärfter Polizeikontrollen. Während bereits zehn Städte entsprechende Verbote umsetzen, könnte der Vorstoß des Innenministers die Einschränkungen weiter ausdehnen. Die Daten deuten darauf hin, dass die strengeren Regelungen in den vergangenen Jahren zu weniger Vorfällen beigetragen haben.

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