Hessens Cannabis-Projekt über Apotheken scheitert an Bundesbehörden – warum Nutzer jetzt wieder illegal kaufen müssen

Lina Lange
Lina Lange
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Ein Plakat mit dem Text "Bundesstaaten vergeuden $3,613,969,972 jährlich bei der Durchsetzung von Marihuanagesetzen" und ein Bild eines überquellenden Müllcontainers mit Geldscheinen.Lina Lange

Geplantes Cannabis-Pilotprojekt in Wiesbaden abgelehnt - Hessens Cannabis-Projekt über Apotheken scheitert an Bundesbehörden – warum Nutzer jetzt wieder illegal kaufen müssen

Pilotprojekt zur Abgabe von legalem Cannabis über Apotheken in Hessen von Bundesbehörden gestoppt

Ein Modellversuch zur Verteilung von legalem Cannabis über Apotheken in Hessen ist von Bundesbehörden blockiert worden. Das von der Landeshauptstadt Wiesbaden vorgestellte Projekt wurde im Februar 2026 vom Bundesamt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) abgelehnt. Die Verantwortlichen hinter dem Vorhaben kritisieren die Entscheidung als politisch motiviert und warnen, dass Verbraucher dadurch wieder in die Illegalität gedrängt werden könnten.

Seit April 2024 ist der Konsum von Cannabis zu Genusszwecken in Deutschland zwar legal, doch gelten strenge Vorgaben für Anbau und Besitzmengen. Bisher fehlen jedoch klare rechtliche Wege für den legalen Erwerb der Droge. Wiesbadens Gesundheitsdezernentin Milena Löbcke wollte diese Lücke mit einem Forschungsprojekt schließen, das den Verkauf über Apotheken testen sollte.

Das BLE lehnte den Antrag mit der Begründung ab, das Cannabisgesetz sehe keine regionalen oder zeitlich befristeten Modellversuche vor. Ein Sprecher betonte, solche Projekte erforderten eine gesonderte gesetzliche Grundlage. Löbcke argumentiert hingegen, dass eine Legalisierung auch regulierte Bezugsquellen umfassen müsse. Forschungsinitiativen wie diese seien entscheidend, um sichere Vertriebsmodelle zu entwickeln.

Die Wiesbadener Stadtverwaltung schließt weitere Schritte nicht aus. Aktuell prüft sie rechtliche Mittel, um die Ablehnung anzufechten und das Projekt doch noch umzusetzen. Kritiker werfen der Entscheidung vor, die Ziele des Cannabisgesetzes zu untergraben, indem Verbrauchern legale Bezugsmöglichkeiten vorenthalten bleiben.

Mit der Absage steht das hessische Pilotprojekt vorerst auf unbestimmte Zeit still – eine legale Alternative zum Cannabiserwerb gibt es nicht. Sollte Wiesbaden juristisch gegen den Bescheid vorgehen, könnte der Fall Präzedenzwirkung für ähnliche Vorhaben in Zukunft entfalten. Bis dahin bleiben Nutzer in der Region auf den Schwarzmarkt angewiesen.

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