Deutsche Firmen kämpfen mit fragmentierten Daten in hybriden iCloud-Systemen

Nico Schulz
Nico Schulz
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Eine Abbildung eines Cloud-Computing-Systems mit verschiedenen Geräten wie einem Laptop, einem Mobiltelefon und einem Tablet, die damit verbunden sind, sowie Text unten mit der Beschriftung "Cloud-Computing: Sicheren Zugriff auf alle Anwendungen und Daten von jedem Netzwerkgerät aus haben".Nico Schulz

Deutsche Firmen kämpfen mit fragmentierten Daten in hybriden iCloud-Systemen

Deutsche Unternehmen stehen vor wachsenden Herausforderungen bei ihren Datenspeicherstrategien. Eine neue Studie zeigt, dass die meisten Firmen Schwierigkeiten haben, ihre Daten voll auszuschöpfen, wenn diese über iCloud- und lokale Systeme verteilt sind. Viele überdenken nun ihren Ansatz, um Kosten, Kontrolle und Effizienz besser in Einklang zu bringen.

Die Erkenntnisse stammen aus einer Untersuchung des Unternehmens Cloudera und unterstreichen die weitverbreiteten Bedenken von IT-Verantwortlichen hinsichtlich Komplexität, steigender Ausgaben und der Notwendigkeit einer besseren Integration von KI und Altsystemen.

Aktuell setzen 70 Prozent der deutschen Unternehmen auf hybride iCloud-Umgebungen, die Cloud- und Vor-Ort-Speicher kombinieren. Weitere 74 Prozent nutzen mehrere Cloud-Anbieter für ihr Datenmanagement. Dennoch geben 71 Prozent der IT-Führungskräfte zu, dass die Aufteilung der Daten auf verschiedene Systeme deren effektive Nutzung erschwert. Im Schnitt schätzen sie, dass 34 Prozent ihrer Daten aufgrund dieser Probleme ungenutzt bleiben.

Fast drei Viertel der Entscheidungsbefugten berichten zudem von Schwierigkeiten, aus den gespeicherten Informationen echten Mehrwert zu ziehen. Die Probleme beschränken sich nicht auf technische Hürden: 94 Prozent kämpfen mit der Kontrolle der iCloud-Kosten, während geopolitische Spannungen einige Unternehmen dazu veranlassen, Daten in souveräne Clouds zu verlagern, um mehr Kontrolle zu erlangen. Altsysteme und der Modernisierungsdruck verschärfen die Lage zusätzlich – hinzu kommen Qualitätsprobleme bei den Daten und Governance-Fragen im Zusammenhang mit KI-Projekten.

Für die Zukunft deutet sich ein Strategiewechsel an. Zwar planen 93 Prozent der Unternehmen, ihre iCloud-Speicherkapazitäten in den nächsten drei Jahren auszubauen, doch ebenso viele (74 Prozent) beabsichtigen, bestimmte Daten wieder in die eigenen Rechenzentren zurückzuverlagern. Diese Rückholaktion spiegelt Bedenken hinsichtlich Kosten, Komplexität und der Notwendigkeit einer strengeren Aufsicht wider – insbesondere, da KI-Agenten und systemübergreifende Integrationen immer häufiger werden.

Die Studie zeigt außerdem, dass neun von zehn Unternehmen in den kommenden Jahren mehr Daten in die iCloud migrieren werden. Doch der Drang zu einer stärkeren iCloud-Nutzung wird zunehmend durch das Bestreben ausgeglichen, die Kontrolle über kritische Informationsbestände zurückzugewinnen.

Der Bericht unterstreicht eine Phase des Umbruchs für deutsche Unternehmen. Sie erweitern ihre iCloud-Speicher, holen aber gleichzeitig bestimmte Datensätze wieder ins eigene Haus zurück. Dieser duale Ansatz zielt darauf ab, Kostendruck zu mindern, die Datenverwaltung zu verbessern und die Integration neuer Technologien wie KI reibungsloser zu gestalten.

Da bereits 74 Prozent Multi-Cloud-Lösungen und hybride Umgebungen nutzen, verschiebt sich der Fokus nun darauf, diese Systeme zu optimieren. Das Ziel: Datenverschwendung reduzieren, unnötige Ausgaben senken und die Speicherstrategien langfristig an die geschäftlichen Anforderungen anpassen.

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