Hessen setzt auf Körperkameras und KI gegen wachsende Sicherheitsrisiken

Admin User
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Ein mit Kabeln gesichertes Flugzeug in einem Gebäude, mit Polizei-Lichtern und Stühlen im Hintergrund.

Hessen setzt auf Körperkameras und KI gegen wachsende Sicherheitsrisiken

Hessen hat ein umfassendes Sicherheitspaket auf den Weg gebracht, um die wachsenden Bedrohungen durch Kriminalität, Extremismus und ausländische Einmischung zu bekämpfen. Die Reformen, die Teil eines überarbeiteten Polizeigesetzes sind, umfassen Körperkameras für Beamte, erweiterten Überwachungseinsatz und schärfere Strafen für Verstöße wie das Brechen von Aufenthaltsverboten. Zudem investieren die Behörden in neue Technologien, um Drohnenangriffe abzuwehren und die öffentliche Sicherheit in der gesamten Region zu verbessern.

Eine der jüngsten Maßnahmen war die Einführung von Körperkameras bei der Stadtpolizei Hanau am 12. Dezember – Wiesbaden könnte diesem Beispiel folgen. Die Änderungen erfolgen vor dem Hintergrund gestiegener Sicherheitsrisiken in Deutschland, von gewalttätigen Angriffen bis hin zu Spionagegefahren.

Die hessische Landesregierung setzt das aktualisierte Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (HSOG) bereits seit über einem Jahr um. Das Gesetz räumt der Polizei erweiterte Befugnisse ein, darunter den Einsatz von Körperkameras auch in Privatwohnungen bei akuter Gefahr. Seit Inkrafttreten der Reform kamen diese Kameras etwa 450 Mal zum Einsatz.

Doch das Sicherheitspaket geht über Körperkameras hinaus: In Risikogebieten wird die Überwachung verschärft. Städte in ganz Hessen haben die Videoüberwachung ausgebaut, insbesondere in sogenannten "Angsträumen", in denen sich Anwohner unsicher fühlen. KI-gestützte Analysen helfen nun bei der Suche nach Vermissten und schützen religiöse Stätten vor möglichen Anschlägen. Um Messerangriffe einzudämmen, wurden zudem messerfreie Zonen in Innenstädten eingerichtet, kombiniert mit stichprobenartigen Personenkontrollen.

Die Reformen erstrecken sich auch auf digitale Bedrohungen. Angesichts zunehmender Drohnenangriffe und Spionage stellt Hessen rund zehn Millionen Euro für neue Erkennungs- und Abwehrsysteme bereit. Elektronische Fußfesseln kommen vermehrt zum Einsatz, um Aufenthaltsverbote durchzusetzen und zu verhindern, dass Täter geschützte Bereiche betreten.

Während die Polizei in Hanau Körperkameras bereits nutzt, bereitet Wiesbaden die Ausstattung seiner Beamten mit ähnlichen Geräten vor. Die Umsetzung hängt jedoch von der Erfüllung bestimmter betrieblicher Anforderungen ab – andere hessische Städte haben bisher keine Pläne für eine Nachahmung bekannt gegeben.

Die novellierten Sicherheitsgesetze statten die hessische Polizei mit mehr Instrumenten aus, um auf moderne Bedrohungen zu reagieren – von Straßenkriminalität bis zu Cyberrisiken. Körperkameras, KI-Überwachung und Drohnenabwehr sind Teil einer umfassenden Strategie zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung. Die Behörden beobachten weiterhin die Auswirkungen dieser Maßnahmen, während sie sich an eine sich wandelnde Sicherheitslage anpassen.

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