Swift revolutioniert grenzüberschreitende Zahlungen mit Blockchain-Hauptbuch und 30 Banken
Amelie BrandtSwift revolutioniert grenzüberschreitende Zahlungen mit Blockchain-Hauptbuch und 30 Banken
Swift kündigt große Initiative zur Beschleunigung und Vereinfachung von grenzüberschreitenden Zahlungen an
Der Finanzdienstleister Swift hat ein bedeutendes neues Vorhaben vorgestellt, das grenzüberschreitende Zahlungen schneller und unkomplizierter gestalten soll. Kern des Plans ist die Schaffung eines blockchainbasierten Hauptbuchs in Zusammenarbeit mit über 30 Banken, um die Transaktionseffizienz für Verbraucher und kleine Unternehmen zu steigern. Die Ankündigung erfolgte während der Sibos-Konferenz in Frankfurt und ist Teil von Swifts umfassender Strategie zur Modernisierung der Zahlungssysteme.
An dem Projekt beteiligen sich Finanzinstitute aus 16 Ländern, darunter Absa, Akbank, ANZ, Banco Santander und die Bank of America. Ein konzeptioneller Prototyp wurde bereits in Zusammenarbeit mit dem Blockchain-Unternehmen Consensys entwickelt.
Das gemeinsame Hauptbuch nutzt Smart Contracts, um Transaktionen zu erfassen, zu ordnen und zu validieren. Es ist auf Interoperabilität ausgelegt und baut auf zwei Jahren praktischer Erprobung digitaler Vermögenswerte auf – unter Ausnutzung von Swifts neutraler Rolle im globalen Zahlungsverkehr.
Ziel von Swift ist es, regulierte tokenisierte Werte sicher und in großem Maßstab zu transferieren, wobei Geschäfts- und Zentralbanken entscheiden, welche Vermögenswerte tokenisiert werden. Die erste Phase soll zügig abgeschlossen werden, während weitere Schritte von den Ergebnissen des Proof of Concept abhängen. Neue Dienstleistungen werden zudem digitale und traditionelle Systeme verbinden, um eine synchronisierte Abwicklung zu ermöglichen und die Liquidität zu optimieren.
Die Initiative zielt darauf ab, grenzüberschreitende Zahlungen nicht nur schneller, sondern auch berechenbarer zu machen. Swifts neue Regelwerke und das Blockchain-Hauptbuch sollen Echtzeit-Transaktionen unterstützen und die Transparenz erhöhen. Über 30 Banken sind bereits eingebunden, und der Start der ersten Phase steht bevor.
