Steuerzahlerbund prüft Hessens teures Rebranding – ist das Geld gut investiert?
Lina LangeSteuerzahlerbund prüft Hessens teures Rebranding – ist das Geld gut investiert?
Der Bund der Steuerzahler Hessen hat eine Untersuchung zum jüngsten Rebranding der Landesregierung eingeleitet. Vereinsvorsitzender Joachim Papendick hinterfragte, warum in Zeiten finanzieller Engpässe und öffentlicher Debatten Mittel für ein neues Corporate Design bereitgestellt wurden. Die Organisation prüft nun, ob die Ausgaben in einem angemessenen Verhältnis zum Nutzen stehen.
Die kritische Prüfung folgt auf öffentliche Diskussionen über den Zeitpunkt und die Kosten der Neugestaltung. Zwar hat das hessische Finanzministerium noch keine offiziellen Zahlen veröffentlicht, doch der Landeshaushalt 2026 sieht Gesamtausgaben in Höhe von rund 40,1 Milliarden Euro vor.
Papendick übt scharfe Kritik an dem Vorhaben. Die Steuerzahler könnten solche Ausgaben angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen nur schwer nachvollziehen, argumentiert er. Zwar räumt er ein, dass eine moderne visuelle Identität wichtig sei, betont jedoch, dass die Bedürfnisse der Bevölkerung Vorrang haben müssten.
Der Verband erwägt zudem, das Rebranding in sein jährliches "Schwarzbuch der öffentlichen Verschwendung" aufzunehmen. Im Rahmen der Überprüfung wird bewertet, ob das neue Design einen echten Mehrwert für das ausgegebene Geld bietet.
Die Untersuchung soll klären, ob die Vorteile des Rebrandings die finanziellen Belastungen überwiegen. Falls die Maßnahme als unnötig eingestuft wird, könnte sie in dem Bericht über sinnlose Staatsausgaben hervorgehoben werden. Das Ergebnis könnte künftige Entscheidungen über die Verwendung öffentlicher Mittel für ähnliche Projekte beeinflussen.






