Dagmar Frederic kritisiert mangelnde Vielfalt im deutschen Fernsehen nach 60 Bühnenjahren
Tim RichterDagmar Frederic kritisiert mangelnde Vielfalt im deutschen Fernsehen nach 60 Bühnenjahren
Dagmar Frederic – Schlager-Legende mit 60 Jahren Bühnenpräsenz – kritisiert mangelnde Vielfalt im deutschen Fernsehprogramm
Die 78-jährige Dagmar Frederic, seit sechs Jahrzehnten eine feste Größe der Schlager-Szene, hat sich erneut pointiert zur Lage der deutschen Unterhaltungsbranche geäußert. Bekannt für ihren scharfen Verstand und ihre ungeschminkten Meinungen, übt die Künstlerin aktuell Kritik an der eintönigen Besetzung von Gästelisten in beliebten TV-Formaten. Dabei zeigt sie selbst mit bis zu 60 Auftritten pro Jahr, dass sie nach wie vor eine prägende Figur der Branche ist.
Frederic war noch nie Gast in den großen Shows von Andrea Kiewel oder Florian Silbereisen. Bereits 2018 machte sie deutlich, dass sie nicht bereit sei, sich "anzubiedern", um im Fernsehen aufzutreten. Stattdessen sieht sie die Verantwortung für die immer gleichen Gesichter bei den Redaktionen – Moderatoren wie Silbereisen oder Giovanni Zarrella hätten kaum Einfluss auf die Buchungen, so ihre Argumentation.
Ihre Karriere umfasst 60 Jahre, in denen sie Schlager-Klassiker, Musical-Numbers und Chansons in ihr Repertoire aufgenommen hat. Trotz einer bescheidenen Rente bleibt sie aktiv und steht regelmäßig auf Bühnen in ganz Deutschland. Neben ihrer Musik sorgt Frederic immer wieder mit ihrem schnellen Witz für Schlagzeilen – zuletzt mit einer humorvollen Bemerkung über ihren Ehemann.
Wiederholt hat sie TV-Produzenten vorgeworfen, stets dieselben Stars zu präsentieren, statt neuen Talenten eine Chance zu geben. Ihre Kritik fällt in eine Zeit, in der große Schlager-Formate wie Deutschland sucht den Superstar (DSDS) weiterhin hohe Einschaltquoten erzielen – die 2026er-Staffel sorgt bereits jetzt für Gesprächsstoff auf RTL+.
Frederics Äußerungen spiegeln eine langjährige Unzufriedenheit in der Schlager-Szene wider: Viele Künstler sehen sich außerhalb eines kleinen Kreises kaum Chancen. Während sie selbst mit Live-Auftritten gut beschäftigt ist, unterstreicht ihre Abwesenheit in hochkarätigen TV-Shows die Herausforderungen, vor denen ältere oder weniger mainstream-nahe Acts stehen. Die Debatte um mehr Vielfalt in der deutschen Unterhaltungsbranche wird vorerst nicht verstummen.






