Neu-Isenburg reformiert seine Kinderbetreuung – was sich für Eltern ändert
Nico SchulzNeu-Isenburg reformiert seine Kinderbetreuung – was sich für Eltern ändert
Neu-Isenburgs Kinderbetreuung steht vor umfangreichen Veränderungen, während die Kommunalverwaltung die Einrichtungen prüft und die Verwaltung neu strukturiert. Stefan Schmitt, seit April 2022 Leiter des Amts für Kinder, hat kürzlich gemeinsam mit Diana Flucke-Leber alle Kindertageseinrichtungen der Stadt besucht. Ziel der Besichtigungstour war es, den Tagesablauf zu bewerten und von den Mitarbeitenden Rückmeldungen zu aktuellen Herausforderungen sowie künftigen Bedarfen zu erhalten.
Schmitt und Flucke-Leber inspizierten sämtliche Betreuungseinrichtungen in Neu-Isenburg, begutachteten dabei die Gebäude, Außenflächen und pädagogischen Konzepte. Im direkten Austausch mit Teams und Leitungen verschafften sie sich einen Überblick über den Betrieb und diskutierten die von den Beschäftigten vorgebrachten Anliegen. Zwar wurden keine konkreten Details der Erhebungen bekannt gegeben, doch zeigten die Besuche sowohl Stärken als auch neue Anforderungen im städtischen Betreuungssystem auf.
Eine erste Konsequenz ist die Ausweitung der Nachmittagsbetreuung an der Buchenbuschschule im Stadtteil Siedlerheim. Zudem wurde die Trägerschaft für einen neuen Kindergarten im Südviertel neu vergeben, ohne dass nähere Angaben gemacht wurden. Für die Kita in der Gartenstraße schrieb die Stadt derweil eine Ausschreibung aus, um einen privaten Träger für die Übernahme der Einrichtung zu finden.
Parallel zu diesen Maßnahmen wird die kommunale gemeinnützige Niki gGmbH zum 1. Januar 2024 ihre Tätigkeit einstellen. Die Beschäftigten wechseln in das Angestelltenverhältnis der Stadt – ein Schritt, der die Organisation der Kinderbetreuung vor Ort grundlegend verändert.
Trotz der anstehenden Umbrüche ist Neu-Isenburg in der Kinderbetreuung gut aufgestellt, muss sich jedoch auf wandelnde Anforderungen einstellen. Die Auflösung der Niki gGmbH und die Überführung des Personals in städtische Strukturen zentralisieren die Verantwortung, während der Ausbau der Nachmittagsbetreuung und neue Trägerschaftsmodelle die laufende Anpassung widerspiegeln. Die Verwaltung prüft weiterhin, wie sie den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger in den kommenden Jahren bestmöglich gerecht werden kann.






