Stadtrat streitet über 3,8-Millionen-Sparpaket für den Haushalt 2026
Der Stadtrat lehnte im März den Entwurf des Haushaltsplans 2026 der Verwaltung ab. Er forderte zusätzliche Einsparungen in Höhe von 3,8 Millionen Euro, um die Zahlen auszugleichen. Am Montag präsentierte die Verwaltung nun ein Sparpaket, das Personal- und Betriebskosten kürzt, um diese Vorgabe zu erfüllen.
Die vorgeschlagenen Austeritätsmaßnahmen wurden Anfang dieser Woche vorgestellt. Sie umfassen Stellenstreichungen und Kürzungen bei den laufenden Ausgaben in Höhe der geforderten 3,8 Millionen Euro. SPD und Grüne anerkannten die Bemühungen der Verwaltung, ein politisch schwieriges Mandat umzusetzen. Sie bezeichneten die Umsetzung als professionell, bestanden jedoch auf einer gründlichen Prüfung der geplanten Kürzungen.
Beide Parteien betonten, dass dieses Paket nur eine erste Reaktion auf die angespannte Haushaltslage der Stadt sei. Sie warnten, dass aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit weitere Einsparungen notwendig werden könnten. SPD und Grüne wiesen zudem darauf hin, dass die Verantwortung für die Vorgaben bei der Ratsmehrheit liege. Sie forderten eine Risikobewertung der Kürzungen in den zuständigen Ausschüssen, um deren Auswirkungen abzuschätzen.
Die CDU reagierte gespalten. Einerseits begrüßte sie den Schritt der Verwaltung, den Haushalt zu konsolidieren, kritisierte jedoch anderseits die mangelnde Übereinstimmung mit der grundsätzlichen Ausrichtung des Rates. Die Partei argumentierte, dass kleine Einsparungen allein die tiefgreifenden finanziellen Probleme der Stadt nicht lösen würden. Gleichzeitig stellte sie klar, dass es nicht darum gehe, die kommunalen Beschäftigten dauerhaft zu überlasten, sondern Aufgaben neu zu bewerten und die Effizienz zu steigern.
SPD und Grüne äußerten Bedenken hinsichtlich des Einstellungsstoppes. Sie warnten, dass dieser die Mitarbeiter zusätzlich belasten und die Qualität öffentlicher Dienstleistungen beeinträchtigen könnte. Dennoch zeigten sie sich offen für einen weiteren Dialog mit allen demokratischen Gruppen, um künftige Herausforderungen gemeinsam anzugehen.
Der Einsparplan der Verwaltung über 3,8 Millionen Euro liegt nun zur Prüfung vor. Die politischen Parteien reagierten mit sowohl Zustimmung als auch Kritik und machten damit unterschiedliche Einschätzungen zu Angemessenheit und Auswirkungen des Pakets deutlich. In den kommenden Wochen werden weitere Diskussionen und Bewertungen folgen.
