12 June 2026, 12:06

Rekordjahr 2025: Bürgerbeteiligung beim Bundestag erreicht neuen Höhepunkt

Deutscher Bundestag registriert deutlich mehr Petitionen

Rekordjahr 2025: Bürgerbeteiligung beim Bundestag erreicht neuen Höhepunkt

Bundestag verzeichnet 2025 starken Anstieg der Bürgerbeteiligung an Petitionen

Im Jahr 2025 erlebte der Deutsche Bundestag einen deutlichen Anstieg der öffentlichen Nutzung seines Petitionssystems. Bürgerinnen und Bürger reichten so viele Anliegen ein wie nie zuvor – viele davon fanden beträchtliche Unterstützung. Der Trend spiegelt eine wachsende zivilgesellschaftliche Teilhabe an der nationalen Entscheidungsfindung wider.

Im Laufe des Jahres gingen beim Bundestag 12.399 Petitionen ein, gegenüber 9.260 im Vorjahr. Im Schnitt trafen täglich rund 50 Eingaben ein. Der Petitionsausschuss bearbeitete insgesamt 10.298 Anliegen, darunter auch solche, die aus früheren Jahren übernommen worden waren.

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Die meisten Eingaben betrafen die Innenpolitik, Arbeits- und Sozialfragen sowie die Justiz. Bemerkenswerterweise wurden 5.800 Petitionen über das Online-Portal eingereicht, das mittlerweile 5,5 Millionen registrierte Nutzer zählt. Insgesamt sammelten die Anliegen 512.000 Unterschriften – ein Anstieg um 34 Prozent gegenüber 2024.

Acht Petitionen überschritten die Marke von 30.000 Unterschriften und führten zu öffentlichen Debatten. Allein an einem Montag fanden zwei Anhörungen statt, die von über 300.000 Unterstützern mitgetragen wurden. Corinna Rüffer von den Grünen betonte die zunehmende Einbindung der Bürgerinnen und Bürger durch die Arbeit des Ausschusses. Hülya Düber von der CSU führte den Anstieg der Eingaben auf die Bemühungen des Gremiums zurück, das öffentliche Bewusstsein für das Petitionswesen zu stärken.

Der deutliche Zuwachs an Petitionen und Unterschriften zeigt ein gestiegenes Interesse der Bevölkerung, politisch mitzugestalten. Durch die erweiterte Reichweite des Ausschusses und digitale Werkzeuge ist die Teilhabe einfacher geworden. Der Bundestag sieht sich nun mit einem größeren Volumen an bürgerlichem Input konfrontiert als in den Vorjahren.

Quelle