RAW-Gelände in Berlin: Clubs kämpfen um ihr Überleben vor drohender Schließung
Nico SchulzRAW-Gelände in Berlin: Clubs kämpfen um ihr Überleben vor drohender Schließung
Protest am Samstag: Rettet das Berliner RAW-Gelände – Clubs droht die Schließung
Für diesen Samstag ist eine Demonstration geplant, um das Berliner RAW-Gelände zu retten, wo mehrere Clubs nun vor der Schließung stehen. Die in Familienbesitz befindliche Kurth-Gruppe, der das Gelände gehört, hat den Betreibern von Locations wie Crack Bellmer und Cassiopeia die Betriebserlaubnis entzogen. Aktivisten, unterstützt von lokalen Parteien, mobilisieren nun, um das kulturelle Zentrum zu erhalten.
Der Konflikt eskalierte, als Kurth sich weigerte, die kurzfristigen Mietverträge für Clubs und Kulturprojekte auf dem Gelände zu verlängern. Stattdessen trieb das Unternehmen Pläne für Wohnungsbau voran – trotz eines Bezirksverbots für solche Vorhaben. Ein Entwurf für eine Lösung sah vor, Bauten nur dann zuzulassen, wenn langfristige, geförderte Bedingungen für Kultureinrichtungen garantiert werden. Doch es gibt weiterhin Streit darüber, wie schnell dieser Kompromiss verbindlich umgesetzt werden soll.
Kurth hat eine inoffizielle Frist bis Ende dieses Monats für eine beschleunigte Prüfung von Brandschutz- und Lärmschutzmaßnahmen gesetzt. Das Unternehmen wirft dem Bezirk vor, durch Verzögerungen Fortschritte zu blockieren, während die Behörden auf sorgfältige Planung bestehen. Die Clubbetreiber jedoch lehnen überstürzte Entscheidungen ab. Sie fordern eine faire Lösung – aber keine, die ihnen oktroyiert wird.
Ohne gültige Genehmigungen operieren die betroffenen Locations derzeit in einer rechtlichen Grauzone. Die Demonstration am Samstag soll auf ihre Notlage aufmerksam machen. Aktivisten und Unterstützer fordern eine Lösung, die den kulturellen Wert des Geländes bewahrt.
Ziel der Kundgebung ist es, Druck auf Kurth und die lokalen Behörden auszuüben, um die Clubs auf dem RAW-Gelände zu schützen. Ohne neue Genehmigungen oder eine Einigung könnten Orte wie Bar zum Schmutzigen Hobby und Lokschuppen für immer schließen. Die Entscheidung wird zeigen, ob das Gelände ein kultureller Hotspot bleibt – oder Wohnraum wird.






