Postbank-Mitarbeiter streiken bundesweit für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen
Amelie BrandtPostbank-Mitarbeiter streiken bundesweit für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen
Postbank-Mitarbeiter in ganz Deutschland zu Warnstreiks aufgerufen
Diese Woche sind Beschäftigte der Postbank bundesweit dazu aufgerufen, sich an Warnstreiks zu beteiligen. Die Aktion folgt auf gescheiterte Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Deutschen Bank, zu der die Postbank seit der Übernahme des Privatkundengeschäfts gehört. Von dem Konflikt um Löhne und Arbeitsbedingungen sind rund 9.000 Mitarbeiter betroffen.
Die Streiks beginnen am Donnerstag, dem 30. April, und setzen sich am Samstag, dem 2. Mai, fort. Zunächst werden etwa 300 Beschäftigte in Niedersachsen und Bremen die Arbeit niederlegen, was zu Verzögerungen für Kunden führen könnte. Öffentliche Kundgebungen sind im Rahmen dieser Warnstreiks nicht geplant.
ver.di fordert eine Lohnerhöhung von 8 Prozent für alle Postbank-Mitarbeiter, mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat. Zudem soll die Ausbildungsvergütung um 200 Euro steigen. Neben den Gehältern gehen die Verhandlungen auch um die weitere Integration der Postbank in die Deutsche Bank sowie um strukturelle Änderungen im Privatkundengeschäft.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 18. Mai 2026 in Frankfurt am Main angesetzt. Bis dahin bleiben weitere Arbeitskampfmaßnahmen möglich, falls keine Einigung erzielt wird.
Die Streiks unterstreichen die ungelösten Konflikte zwischen ver.di und der Deutschen Bank in Sachen Bezahlung und Umstrukturierung. Kunden in Niedersachsen und Bremen müssen vorübergehend mit Einschränkungen im Service rechnen. Das Ergebnis der Mai-Verhandlungen wird zeigen, ob es zu weiteren Arbeitskämpfen kommt.






