13 April 2026, 04:09

Lehrerin kassierte 16 Jahre Gehalt – während sie als Heilpraktikerin arbeitete

Plakat mit der Aufschrift "Kinderaert zur Zeit: Was die Gesellschaft dagegen tun sollte" mit einer Person im Anzug mit entschlossener Miene vor schwarzem Text auf weißem Hintergrund.

Lehrerin kassierte 16 Jahre Gehalt – während sie als Heilpraktikerin arbeitete

Eine Lehrerin des Berufskollegs Wesel bezieht seit über 16 Jahren ohne ausreichende Begründung bezahltes Krankengeld. In dieser Zeit erhielt sie weiterhin ihr volles Gehalt, während sie parallel als Heilpraktikerin für alternative Medizin arbeitete. Nun ermitteln die Behörden wegen des Verdachts auf Betrug und Pflichtverletzungen im Zusammenhang mit ihrer langjährigen Abwesenheit.

Die Pädagogin, die zuletzt 2009 im Schuldienst tätig war, reichte über die gesamten 16 Jahre ärztliche Atteste ein, in denen psychische Erkrankungen bescheinigt wurden. Eine offizielle medizinische Untersuchung fand jedoch nie statt. Wie berichtet wird, übte sie währenddessen ihren Beruf in der alternativen Medizin aus – und bezog gleichzeitig weiterhin ihr Landesgehalt von Nordrhein-Westfalen.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug eingeleitet, wobei der Fokus auf den Jahren 2021 bis 2025 liegt. Ermittler durchsuchten kürzlich ihre Wohnung in Duisburg und beschlagnahmten im Rahmen der Untersuchungen Dokumente sowie digitale Speichermedien.

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Zudem prüfen die Behörden, ob die Lehrerin und eine Mitarbeiterin des Landschaftsverbands Rheinland in Düsseldorf ihre dienstlichen Pflichten vernachlässigt haben. Der Fall hat Nordrhein-Westfalen veranlasst, strengere Kontrollmechanismen für langfristige oder wiederkehrende Krankschreibungen anzukündigen.

Die Ermittlungen zu der jahrelangen Abwesenheit der Lehrerin und ihren finanziellen Ansprüchen dauern an. Sollte sie der Betrugsvorwürfe schuldig gesprochen werden, drohen ihr rechtliche Konsequenzen. Unterdessen plant das Land, die Überprüfungen zu verschärfen, um ähnliche Fälle künftig zu verhindern.

Quelle