Hunderte protestieren gegen rechtsextreme Kampfsporthalle in Halle
Hunderte Demonstranten versammelten sich am Samstag vor dem Hauptbahnhofs von Halle, um die Schließung eines umstrittenen Kampfsporthalls zu fordern. Die Gladiator Fight Academy steht in Verbindung mit rechtsextremen Kreisen und wird beschuldigt, Gewalt und Diskriminierung zu fördern. Organisiert von der antifaschistischen Kampagne Daumen runter zog die Kundgebung vor allem junge Teilnehmende an, die gegen rechtsextreme Einflüsse in ihren Stadtteilen protestierten.
Im Fokus der Proteste stand die Gladiator Fight Academy, ein Fitnessstudio, das offen Gewalt und Diskriminierung dulden soll. Ermittlungen deuten darauf hin, dass es als Vernetzungsort für die Rekrutierung von Rechtsextremen dient und Verbindungen zu extremistischen Gruppen aufweist. Die Demonstranten trugen Plakate und skandierten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen!“, während sie die Schließung der Einrichtung forderten.
Unterdessen veranstalteten die Betreiber der Kampfsportschule in der nahegelegenen Gemeinde Teutschenthal die Premiere ihrer Gladiator Fight Series. Die Veranstaltung zog ein rechtsextremes Publikum an, darunter die AfD-Kandidaten Paul Backmund, Fabian Jank und Benedikt Weiß. Zu den zentralen Figuren des Studios zählt Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt, einer Gruppe mit rechtsextremen Bezügen.
Ein weiterer mit dem Studio in Verbindung stehender Akteur ist Christopher Henze, dem Kontakte zur rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nachgesagt werden. Hans Krüger, ein Fan von Energie Cottbus und Jugendtrainer in der Gladiator Fight Academy, tritt ebenfalls bei den Kampfveranstaltungen des Studios an. Die Demonstration unterstrich die Bedenken hinsichtlich der Rolle des Studios bei der Verbreitung extremistischer Ideologien durch Kampfsport.
Die Kundgebung zeigte den wachsenden Widerstand gegen die Gladiator Fight Academy und ihre mutmaßlichen extremistischen Verstrickungen. Lokale Aktivisten kündigten an, den Druck auf die Behörden aufrechterhalten zu wollen, um die Aktivitäten des Studios zu untersuchen. Die Veranstaltung in Teutschenthal, an der rechtsextreme Persönlichkeiten teilnahmen, hat die Forderungen nach einem Vorgehen gegen die Einrichtung weiter verstärkt.






