28 March 2026, 22:15

Hessen setzt auf bessere Tarifverträge für den öffentlichen Dienst als der Bund

Plakat mit einer Illustration eines Zuges auf Schienen mit mehreren Menschen in der Nähe, begleitet von Text, der besagt: "Das amerikanische Arbeitsplatzprogramm wird den öffentlichen Verkehr erschwinglicher machen."

Hessen setzt auf bessere Tarifverträge für den öffentlichen Dienst als der Bund

Hessen vereinbart eigenen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst – mit besseren Konditionen als der Bund

Hessen hat für seine Beschäftigten im öffentlichen Dienst einen neuen Tarifabschluss ausgehandelt und sich damit vom bundesweiten Rahmen abgesetzt. Die unabhängig von der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) ausgehandelte Vereinbarung sieht höhere Lohnerhöhungen und verbesserte Leistungen vor. Gewerkschaften loben das Ergebnis als günstiger im Vergleich zu anderen Bundesländern.

Die hessische Landesregierung verhandelt bereits seit Jahren außerhalb der TdL. In den vergangenen fünf Jahren führte dieser Ansatz zu besseren Bedingungen für die Beschäftigten. Laut dem neuen Vertrag steigen die Gehälter ab Juli 2026 um 3 Prozent (mindestens jedoch 110 Euro), gefolgt von einer weiteren Erhöhung um 2,8 Prozent ab Oktober 2027. Die Anpassungen gelten über einen Zeitraum von 25 Monaten und laufen im Februar 2028 aus.

Auch Schicht- und Wechselschichtzuschläge wurden erhöht, was besonders Polizistinnen und Polizisten sowie Justizvollzugsbeamten zugutekommt. Bestimmte Berufsgruppen werden neu eingestuft, was mehr Aufstiegschancen und höhere Gehälter ermöglicht. Auszubildende, die mindestens mit "befriedigend" abschließen, erhalten künftig eine Übernahmegarantie in ein festes Arbeitsverhältnis.

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Der Vertrag weicht in weiteren Punkten vom TdL-Rahmen ab: Studierende in Teilzeitbeschäftigung erhalten höhere Stundensätze – 15,20 Euro ab Oktober 2026 und 15,90 Euro ab Oktober 2027. Das beliebte LandesTicket für den öffentlichen Nahverkehr bleibt unverändert. Zudem gelten die gleichen Regelungen für Beamtinnen und Beamte, vorbehaltlich der Zustimmung des Landtags.

Alle Verhandlungspartner einigten sich auf einen Kompromiss, wobei die Gewerkschaften die frühe Umsetzung des Tarifabschlusses als besonderen Vorteil hervorhoben.

Die neue Vereinbarung stärkt den öffentlichen Dienst in Hessen durch wettbewerbsfähige Löhne und größere Jobsecurity. Die Beschäftigten profitieren von höheren Gehältern und besseren Arbeitsbedingungen, während das Land an seiner eigenständigen Tarifpolitik festhält. Gleichzeitig sorgt der Abschluss für langfristige Planungssicherheit – sowohl für Auszubildende als auch für Beamtinnen und Beamte.

Quelle