21 March 2026, 04:08

Hessen schlägt 2025 mehr Holz ein – doch die Wälder leiden unter Dürre und Hitze

Ein Vintage-Papier aus Januar 1904 mit dem Titel "Forstwirtschaft und Bewässerung", das eine detaillierte Illustration von üppigen, grünen Bäumen in verschiedenen Schattierungen zeigt.

Mehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessen schlägt 2025 mehr Holz ein – doch die Wälder leiden unter Dürre und Hitze

Holzeinschlag in Hessens Staatswäldern stieg 2025 um 5 Prozent

Im Jahr 2025 erhöhte sich der Holzeinschlag in den hessischen Staatsforsten um 5 Prozent auf rund 1,49 Millionen Kubikmeter. Der Anstieg folgte der Aufhebung eines vorübergehenden Fällverbots für bestimmte Buchenbestände im Jahr 2024. Behörden wiesen zudem darauf hin, dass sich die langfristigen Folgen von Dürreperioden und Hitzewellen zunehmend in den Wäldern der Region zeigen.

Die aktuellen Zahlen belegen einen Anstieg der Holzernte um 6 Prozent im Herbst und Winter 2025/2026, wobei 725.000 Kubikmeter eingeschlagen wurden. HessenForst passte die Arbeitsabläufe an, um Bodenschäden unter winterlichen Bedingungen zu vermeiden, und sicherte gleichzeitig eine stetige Holzversorgung. Während der Einschlag von Laubholz, insbesondere Buche, 2025 um etwa ein Viertel zunahm, ging die Nutzung von Nadelholz um 6 Prozent zurück.

Der deutliche Anstieg beim Laubholzeinschlag erfolgte nach der Aufhebung der Beschränkungen für Buchenbestände im Jahr 2024. Vorläufige Daten der Hessischen Waldinventur deuten darauf hin, dass buchenreiche Flächen seit 2020 um 5 bis 7 Prozent geschrumpft sind – bedingt durch verstärkte Nutzung und Sturmschäden. Viele Bäume, die durch frühere Dürren und Hitze geschwächt wurden, zeigen erst jetzt Anzeichen des Absterbens und müssen aus Gründen der Sicherheit und Waldstabilität entfernt werden.

Der Holzeinschlag in Hessen steht auch im Zusammenhang mit Umbaumaßnahmen im Wald. Ziel ist es, widerstandsfähigere Mischwälder zu schaffen, die dem Klimawandel besser trotzen können. Durch die Reduzierung anfälliger Buchenbestände und die Einbringung vielfältiger Baumarten streben die Verantwortlichen eine langfristige Stärkung der Waldgesundheit an.

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Die Entwicklungen spiegeln sowohl aktuelle politische Weichenstellungen als auch die verzögerten Auswirkungen extremer Wetterereignisse auf Hessens Wälder wider. Angesichts rückläufiger Buchenflächen und steigender Einschlagmengen bleibt die Anpassung der Wälder an künftige Klimaherausforderungen im Fokus. Die Anpassungen im Winterbetrieb und bei der Baumartensteuerung sind Teil einer umfassenden Strategie für eine nachhaltige Forstwirtschaft.

Quelle