Hessen kämpft um gerettete Kinoförderung – mehrere Länder unterstützen Protest gegen Bundes-Kürzungen
Amelie BrandtHessen kämpft um gerettete Kinoförderung – mehrere Länder unterstützen Protest gegen Bundes-Kürzungen
Hessen drängt die Bundesregierung, die gestrichenen Fördermittel für Kinos wiederherzustellen, nachdem jüngste Kürzungen die Branche in Bedrängnis gebracht haben. Die Kulturministerin des Landes betont die unverzichtbare Rolle lokaler Lichtspielhäuser, insbesondere in ländlichen Gemeinden. Mittlerweile schließen sich mehrere Bundesländer dem Aufruf nach erneuter finanzieller Unterstützung an.
Das Bundesprogramm „Zukunft Kino“ stellte 2022 noch 25 Millionen Euro für die Modernisierung von Kinos in ganz Deutschland bereit. Bis 2024 wurde das Budget jedoch auf 10 Millionen Euro gekürzt, und 2025 soll die Förderung vollständig entfallen. Die Streichungen veranlassten Hessen, eine Kampagne für die Wiedereinführung anzuführen – unterstützt von sechs weiteren Ländern: Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Hessen selbst stellt jährlich 500.000 Euro über „Hessen Film & Medien“ für Kinomodernisierungen bereit. Im vergangenen Jahr stockte das Land zudem die Mittel für die „Kinoprogrammpreise“ von 150.000 auf 215.000 Euro auf. Im Koalitionsvertrag der Landesregierung ist zudem verankert, die Kinoförderung weiter auszubauen – mit besonderem Fokus auf ländliche Regionen.
Die Länder fordern nun die Wiederbelebung des „Zukunft Kino“-Programms oder eines vergleichbaren Vorhabens, um Kinos bei der Verbesserung von Energieeffizienz, Barrierefreiheit und technischen Standards zu unterstützen. Ein entsprechender Antrag, den Mecklenburg-Vorpommern in den Bundesrat eingebracht hat, unterstreicht die Notwendigkeit langfristiger Investitionen, um die Zukunftsfähigkeit der Kinos zu sichern.
Ohne Bundeshilfe sehen sich viele Lichtspielhäuser mit Schwierigkeiten konfrontiert, den Betrieb aufrechtzuerhalten und ihre Einrichtungen zu modernisieren. Die Initiative Hessens und seiner Verbündeten zielt darauf ab, Fördergelder zu sichern, die den Erhalt und die Nachhaltigkeit der Kinos gewährleisten. Eine Entscheidung über den Vorschlag wird in den kommenden Monaten erwartet.






