Frankfurter Gymnasium wird nach Holocaust-Überlebender Margot Friedländer benannt
Nico SchulzFrankfurter Gymnasium wird nach Holocaust-Überlebender Margot Friedländer benannt
Eine Frankfurter Schule soll zu Ehren von Margot Friedländer umbenannt werden, einer Überlebenden des Holocaust und engagierten Kämpferin für die Erinnerungskultur. Der Vorschlag stammt von Hessens Ministerpräsident Boris Rhein, der damit ihr Vermächtnis im schulischen Alltag verankern will. Friedländer, die im Mai 2025 verstorben ist, widmete ihr Leben der Mahnung vor den Verbrechen des Nationalsozialismus.
Im Dezember 2025 zeichnete Rhein sie posthum mit der Wilhelm-Leuschner-Medaille aus, der höchsten Auszeichnung Hessens. Damit würdigte er ihr lebenslanges Wirken für Menschlichkeit, Toleranz und demokratische Werte. Als Zeitzeugin klärte sie unzählige Menschen über die Gräueltaten des NS-Regimes auf und setzte sich für ein respektvolles Miteinander ein.
Das Neue Gymnasium Frankfurt wird künftig ihren Namen tragen und als Margot-Friedländer-Gymnasium geführt. Es ist die erste Schule in Hessen, die nach ihr benannt wird. Rhein bezeichnete diesen Schritt als wichtiges Signal zur Stärkung der Erinnerungskultur in der Region.
Bildungsminister Armin Schwarz unterstützte die Entscheidung und nannte sie ein starkes Zeichen für das Bildungssystem. Rhein betonte zudem die Rolle der Schulen im Kampf gegen Extremismus und Antisemitismus sowie für die Bewahrung demokratischer Grundwerte. Die Umbenennung soll ein dauerhaftes Andenken an Friedländers Wirken sein und zugleich bundesweit Maßstäbe für demokratische Bildung und historische Verantwortung setzen. Der neue Name der Schule wird Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte täglich an die Bedeutung des Erinnerns und die Werte erinnern, für die sie einstand.






