Epiphanie im Fuldaer Dom: Wie die Heiligen Drei Könige zum Symbol für Frieden werden

Epiphanie im Fuldaer Dom: Wie die Heiligen Drei Könige zum Symbol für Frieden werden
Epiphanie-Gottesdienst im Fuldaer Dom: Die Heiligen Drei Könige als Mahnmal für Frieden und Demut
Im Fuldaer Dom fand ein feierlicher Gottesdienst zu Epiphanie statt, in dem Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez die Geschichte der Heiligen Drei Könige als Aufruf zu Frieden und Demut deutete. Die Feier wurde vom Fuldaer Domchor und dem Organisten Max Deisenroth musikalisch umrahmt, deren Klänge den gewaltigen Raum erfüllten. In seiner Predigt verband Diez die uralten Schrifttexte mit heutigen Konflikten – von der Furcht Herodes’ bis hin zu Kriegen wie dem in der Ukraine.
Die Weisen aus dem Morgenland, obwohl mächtig und reich, knieten vor dem neugeborenen Christus nieder und erkannten damit eine höhere Autorität an. Ihre Geste symbolisierte die Vergänglichkeit irdischer Herrschaft und die Entscheidung, göttlicher Führung zu folgen. Bischof Diez deutete dies als Lehre, eigenen Status beiseitezulegen und Gottes Weg des Friedens zu beschreiten.
Die schlichte Krippe, Ort von Christi Geburt, stand in scharfem Kontrast zu weltlicher Machtentfaltung. Hier wurde wahre Stärke neu definiert – nicht durch Herrschaft oder Reichtum, sondern durch Liebe und Hingabe. Diez zog eine Parallele zu Herodes’ Angst, einer Reaktion, die sich bis heute bei Machthabern zeigt, die an Kontrolle klammern.
Gottes stille Führung, so Diez, weise der Menschheit den Weg in die Zukunft. Durch Gebet und Demut entstünden Pfade der Heilung und Versöhnung. Die Musik des Gottesdienstes, getragen vom Domchor und Deisenroths Orgelspiel, unterstrich diese Botschaft der Hoffnung.
Der Epiphanie-Gottesdienst hinterließ bei den Besuchern eine zentrale Erinnerung: Gottes Hand lenkt die Geschichte und schenkt Trost in stürmischen Zeiten. Das Vorbild der Heiligen Drei Könige – die sich einer höheren Macht beugen – fordert die moderne Gesellschaft auf, Frieden über Besitz zu stellen. Für die Gemeinde in Fulda war die Botschaft klar: Wahre Autorität gründet in der Liebe, nicht in der Gewalt.

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