Wladimir Jurowski verlässt die Bayerische Staatsoper 2029 – warum ein guter Abschied zählt
Nico SchulzGeneralmusikdirektor Jurowski: Kein Plan für nach 2029 - Wladimir Jurowski verlässt die Bayerische Staatsoper 2029 – warum ein guter Abschied zählt
Wladimir Jurowski bleibt bis 2029 Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Sein bereits zweimal verlängertes Engagement spiegelt eine langjährige Partnerschaft mit dem Münchner Haus wider. Doch der Dirigent betont, dass ein guter Abschied wichtiger sei als ein unbegrenztes Verbleiben.
Die 1818 gegründete Bayerische Staatsoper hatte vor Jurowskis Amtsantritt 2012 nur fünfzehn Musikdirektoren. Sein Abschied in sechs Jahren wird das Ende einer Ära für das traditionsreiche Opernhaus markieren.
Jurowskis Amtszeit wurde zunächst um zwei Jahre, dann um ein weiteres Jahr verlängert. Trotz der Verlängerungen lehnt er ein zu langes Verweilen ab – er ist überzeugt, dass sowohl zu kurze als auch überlange Führungszeiten einer Institution schaden können. Zudem schätzt er Neuanfänge, da er in einem unbeschriebenen Blatt eine belebende Kraft für die kreative Arbeit sieht.
Der Dirigent vermeidet starre Langzeitplanung und beschreibt seinen Ansatz als ein Leben "von heute bis übermorgen". Er erwartet nicht, alle Visionen an einer einzigen Institution verwirklichen zu können, und argumentiert, dass regelmäßige Erneuerung Organisationen dynamisch hält. Nach 2029 gibt es keine festen Pläne – nur die Offenheit für neue Anfänge.
Unterdessen bleibt Operndirektor Serge Dorny bis mindestens 2031 in seinem Amt. Seine verlängerte Amtszeit sichert die künstlerische Kontinuität des Opernhauses über Jurowskis Abschied hinaus.
Jurowskis Ausscheiden 2029 wird ein Kapitel der Bayerischen Staatsoper schließen. Sein Fokus auf rechtzeitige Übergänge und institutionelle Erneuerung hat seine Führung geprägt. Während das Opernhaus unter Dornys Leitung in die Zukunft blickt, bereitet sich Jurowski auf das vor, was als Nächstes kommt.