Warum wir dringend ein Meinungslimit brauchen – und wer es kontrollieren soll
Tim RichterWarum wir dringend ein Meinungslimit brauchen – und wer es kontrollieren soll
Die Welt überflutet uns mit Meinungen – und zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. Talkshows, Podcasts und Online-Foren produzieren sie ohne Pause. Selbst die Natur scheint sich mittlerweile unerbittlich ihre eigene Meinung über die Menschheit zu bilden.
Allein in der vergangenen Woche wurde der Autor mit Einschätzungen zum Nahostkonflikt, zu Windrädern und zu Ananas auf Pizza überschwemmt. Schweigen gilt zunehmend als seltsam. Manche glauben, die Menschen wenden sich gerade deshalb der Natur zu, weil sie sich um menschliche Debatten nicht schert.
Doch der Autor zweifelt, ob achtsames Atmen die Lösung ist. Stattdessen schlägt er ein tägliches Limit vor: nicht mehr als drei Meinungen pro Person. Wer dagegen verstößt, müsste sich die Erlaubnis eines Rebhuhns einholen.
Dass Meinungen verschwinden, ist nicht in Sicht. Ob sich der Vorschlag eines strengen Limits durchsetzt, bleibt ungewiss. Vorerst produziert die Welt sie weiter – endlos.
