21 March 2026, 06:07

Verlorene DDR-Symbole: Wie Fahnen und Orden nach 1990 im Müll landeten

Eine hölzerne Box mit verschiedenen Medaillen, darunter ein roter Sternsymbol, ordentlich mit einem Objekt auf der rechten Seite.

Neue Ausstellung: 'Die Beseitigung von GDR-Staatssymbolen' - Verlorene DDR-Symbole: Wie Fahnen und Orden nach 1990 im Müll landeten

Eine neue Ausstellung in Berlin spürt dem Schicksal der verlorenen Staatsymbolik der DDR nach

Nach dem Untergang der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) verschwanden Fahnen, Embleme und Orden aus dem öffentlichen Raum. Viele landeten im Müll, auf Flohmärkten oder in Privatbesitz – bis heute.

Das DDR-Museum in Berlin-Mitte zeigt nun eine Sonderausstellung mit dem Titel "Ein Land im Container: Die Entsorgung der DDR-Staatssymbole". Bis Mitte November untersucht sie, wie diese einst allgegenwärtigen Gegenstände nach 1990 entsorgt oder bewahrt wurden.

Nicht alle Symbole wurden weggeworfen. Einige gelangten in Sammlungen von Institutionen wie dem Deutschen Historischen Museum, das 1990 den Bestand des Museums für Deutsche Geschichte übernahm. Auch regionale Museen, etwa das Heimat- und Papiermuseum in Fockendorf, stellen Alltagsgegenstände der DDR aus. Später übergaben Privatpersonen, die oft auf Flohmärkten fündig wurden, ihre Funde an Museen.

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Doch viele Symbole verschwanden schlicht. Im Chaos der Wiedervereinigung wurden Fahnen und Orden in Sperrmüllcontainer geworfen oder für geringe Summen verkauft. Die Ausstellung beleuchtet diesen rasanten Wandel – von staatlich verordneten Ikonen zu vergessenen Relikten.

Die Schau zeigt, wie sich die DDR-Symbole nach 1990 über ganz Deutschland verstreuten. Manche lagern heute in Museumsarchiven, andere befinden sich noch in Privatbesitz. Die Ausstellung bietet einen seltenen Einblick in eine untergegangene Epoche – durch die Objekte, die sie einst prägten.

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