Fulda beendet Synodalausschuss – doch Reformen bleiben unklar
Bistum Fulda beendet letzte Synodalausschuss-Sitzung – Reformprozess bleibt vage
Das Bistum Fulda hat kürzlich seine fünfte und letzte Sitzung des Synodalausschusses abgeschlossen und damit einen wichtigen Schritt der lokalen Kirchenreform markiert. Über 100 Ehrenamtliche und Hauptberufliche trafen sich am 21. und 22. November 2025 im Bonifatius-Haus in Fulda, um über Synodalität und gemeinsame Entscheidungsfindung zu beraten. Zwar wurden während der Veranstaltung dringende Handlungsaufforderungen formuliert, konkrete Ergebnisse bleiben jedoch im Vergleich zu anderen Bistümern wie Mainz unklar.
Die zweitägige Versammlung war der erste synodale Austausch des Bistums, an dem alle diözesanen Gremien beteiligt waren. Bischof Dr. Michael Gerber eröffnete die Konferenz mit dem Appell, sich wieder stärker auf den Kernauftrag der Kirche zu besinnen. In Workshops wurden Themen wie der weltweite Synodale Prozess der Bischofssynode, der Deutsche Synodale Weg sowie die spezifischen Herausforderungen Fuldas behandelt.
Ein zentrales Ziel war die Förderung eines "Gesprächs im Geist", um nachhaltige Modelle für gemeinsame Entscheidungsprozesse zu entwickeln. Das Synodalteam des Bistums schlug vor, eine Diözesane Synodalversammlung einzurichten, die künftige Reformen koordinieren soll. Der Vorschlag bedarf jedoch noch der Überarbeitung, bevor er den entscheidungsbefugten Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt werden kann.
Auch die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) forderte während der Veranstaltung konkrete Schritte – doch wurden weder unmittelbare Strukturen noch Beschlüsse bekannt gegeben. Anders als einige andere Bistümer hat Fulda bisher nur begrenzt Informationen zu praktischen nächsten Schritten veröffentlicht, obwohl auf nationaler Ebene synodale Prozesse die Einrichtung von Kontrollgremien vorantreiben.
Die nächste gemeinsame Diözesane Synodalversammlung ist für September 2026 geplant. Bis dahin wird das Bistum seine Vorschläge weiter ausarbeiten und Beteiligte einbinden. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Stärkung von Beratungsprozessen und Dialog innerhalb der Kirche.






