Trump-Foto mit NCAA-Siegerinnen löst Empörung über mangelnden Respekt aus
Nico SchulzTrump-Foto mit NCAA-Siegerinnen löst Empörung über mangelnden Respekt aus
Das Frauennationalteam der University of Georgia im Tennis besuchte im vergangenen Jahr nach dem Gewinn der NCAA-Meisterschaft das Weiße Haus. Nun hat ein Foto von diesem Ereignis landesweit für Aufsehen gesorgt – wegen der Art und Weise, wie die Spielerinnen behandelt wurden. Kritiker fragen sich, warum das Team bei dem Treffen mit Präsident Donald Trump offenbar an den Rand gedrängt wurde.
Zu der Meisterschaftsmannschaft gehörten Hayden Mulberry, Mell Reasco, Sofia Rojas, Haley Gaudette, Guillermina Grant, Tatum Buffington, Alexandra Vecic, Sarah Branicki, Aysegul Mert, Mai Nirundorn und Anastasiia Lopata. Dasha Vidmanova war auf dem Foto nicht zu sehen.
Während des Besuchs gab Trump den männlichen Trainern und Betreuern die Hand, nicht jedoch sichtbar den Spielerinnen. Zudem war das Team auf dem offiziellen Foto weitgehend verdeckt – der Präsident und die männlichen Personen nahmen den Großteil des Bildausschnitts ein.
Das Foto löste in den sozialen Medien schnell Empörung aus. Die ehemaligen Tennisstars Martina Navratilova und Rennae Stubbs, beide bekannte Trump-Kritikerinnen, äußerten sich dazu. Navratilova schrieb: "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte…" Stubbs bemerkte: "Stell dir vor, er hätte den Spielerinnen die Hand gegeben – ach nein, das hat er ja nicht!". Viele andere schlossen sich der Kritik an der vermeintlichen Missachtung an.
Das Foto und die Videoaufnahmen vom Besuch im Weißen Haus haben die Debatte über Respekt und Anerkennung im Sport neu entfacht. Zwar wurde der Meisterschaftssieg des Teams gefeiert, doch die Platzierung – und Übergehung – der Spielerinnen auf dem offiziellen Foto hinterließ einen bleibenden Eindruck. Die Reaktionen in den sozialen Medien halten die Situation weiterhin als Streitpunkt präsent.






