Thyssenkrupp-Aktie stürzt auf Rekordtief – Ölpreise und Produktionskosten drücken den Kurs
Amelie BrandtThyssenkrupp-Aktie stürzt auf Rekordtief – Ölpreise und Produktionskosten drücken den Kurs
Thyssenkrupp-Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief von 7,46 Euro
Der Aktienkurs von Thyssenkrupp ist auf ein neues 52-Wochen-Tief von 7,46 Euro gefallen – ein Rückgang um fast 31 Prozent allein im letzten Monat. Der Industriekonzern steht unter zunehmendem Druck durch stark gestiegene Ölpreise und höhere Produktionskosten, die den Kurs weiter nach unten treiben.
In den vergangenen Wochen sind die Ölpreise stark angestiegen: Der Preis für OPEC-Rohöl erreichte 143 US-Dollar pro Barrel, während Brent-Rohöl auf etwa 113 Dollar kletterte. Der Preisschub hat die Produktionskosten von Thyssenkrupp in die Höhe getrieben und die finanzielle Belastung verschärft. Als Reaktion darauf hat das französische Werk des Unternehmens die Produktionskürzungen ausgeweitet und dabei auf die Konkurrenz durch günstigere Importe verwiesen.
Die deutsche Bundesregierung greift nun ein, um die Krise abzumildern. Ein neues "Entlastungspaket für Spritpreise" ist in Vorbereitung, zudem sollen staatliche Ölreserven freigegeben werden. Bundeskanzler Friedrich Merz hat unterdessen Zweifel an dem gesetzlich vorgeschriebenen Kohleausstieg bis 2038 geäußert und eine mögliche Kurskorrektur in der Energiepolitik angedeutet.
Seit dem Höchststand von 13,24 Euro im Oktober hat die Thyssenkrupp-Aktie fast 44 Prozent ihres Wertes verloren. Analysten warnen, dass die Aktie weiter unter starkem Druck bleiben werde, sofern die Ölpreise nicht sinken und der Importdruck nicht nachlässt.
Die Kombination aus Rekord-Ölpreisen und schwachen Marktbedingungen hat Thyssenkrupp in eine schwierige Lage gebracht. Ohne Entlastung bei den Energiekosten oder im Wettbewerb mit Importen dürften sich die finanziellen Probleme des Konzerns kurzfristig weiter verschärfen.






