26 March 2026, 04:09

Teilladungsverkehr in Deutschland: Kosten steigen trotz schwacher Sendungsmengen

Balkendiagramm mit der Aufschrift "Globaler Containerfrachtindex", das jöhrliche Containerfrachten mit unterschiedlich hohen Balken zeigt.

Teilladungsverkehr in Deutschland: Kosten steigen trotz schwacher Sendungsmengen

Kosten im deutschen Teilladungsverkehr (LTL) steigen weiter – trotz stagnierender Sendungsmengen

Die Ausgaben im deutschen Teilladungsverkehr (LTL) sind auch in der zweiten Jahreshälfte 2025 weiter gestiegen, obwohl die Sendungsvolumina auf niedrigem Niveau verharren. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV) hervor. Demnach treiben vor allem höhere Personalkosten, Palettenabwicklung und Betriebskosten die Ausgaben in die Höhe – und das, obwohl Logistiknetzwerke durch den Ausbau von Umschlagterminals effizienter gestaltet werden sollten.

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Wie der aktuelle DSLV-Kostenindex für Sammelladungs-Speditionen zeigt, stiegen die prozessbezogenen Kosten pro Sendung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2024 um 3,4 Prozent. Die Personalkosten, die rund 51 Prozent der Gesamtausgaben ausmachen, erhöhten sich dabei um 3,7 Prozent – bedingt auch durch den höheren gesetzlichen Mindestlohn.

Die Betriebskosten (33 Prozent der Gesamtkosten) legten um 4,2 Prozent zu, während die Kosten für die Palettenabwicklung mit einem Plus von 6,4 Prozent besonders stark stiegen. Hier wirkt sich vor allem der deutliche Preisanstieg für Paletten aus, der im Berichtszeitraum bei etwa 21 Prozent lag.

Zwar wurde die Zahl der Umschlagterminals ausgebaut, was die durchschnittliche Sendungsmenge pro Depot um 3,3 Prozent verringerte – im Vorbericht waren noch 124 Standorte analysiert worden. Dennoch verzeichneten die LTL-Netzwerke einen leichten Rückgang der Sendungsvolumina im Jahresvergleich.

Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des DSLV, betonte, dass die Möglichkeiten zur weiteren Rationalisierung in den Teilladungsnetzwerken weitgehend ausgeschöpft seien. Immerhin blieben Maut- und Spritkosten vergleichsweise stabil und dämpften so einen Teil des allgemeinen Kostenanstiegs.

Der Bericht unterstreicht die anhaltenden Kostendruckfaktoren in der deutschen LTL-Logistik, wobei vor allem Personalkosten und Palettenabwicklung als Haupttreiber gelten. Zwar haben Anpassungen im Netzwerk geholfen, doch die Branche steht weiterhin vor der Herausforderung, die Ausgaben bei stagnierenden Sendungsmengen zu kontrollieren.

Quelle