27 April 2026, 16:15

SV Wehen Wiesbaden holt 2:2 in Unterzahl – Aue steigt nach 80 Jahren ab

Plakat an einer Wand, das Zuschauer bei einem Fußballspiel in einem Stadion zeigt, mit der Aufschrift "Fußball unter der Erde - Londoner Humor Nr. 3" darüber.

SV Wehen Wiesbaden holt 2:2 in Unterzahl – Aue steigt nach 80 Jahren ab

SV Wehen Wiesbaden erkämpft 2:2 gegen den FC Erzgebirge Aue – trotz fast 90 Minuten in Unterzahl

Trotz eines Großteil des Spiels mit nur zehn Mann auf dem Platz kämpfte sich die SV Wehen Wiesbaden zu einem 2:2-Unentschieden gegen den FC Erzgebirge Aue. Die Partie war geprägt von Spannung, spätem Drama und einem Ausgleich in der Nachspielzeit. Für Aue bedeutete das Ergebnis das Ende einer 80-jährigen Zugehörigkeit zur dritten Liga – der Abstieg in die Viertklassigkeit ist damit besiegelt.

Moritz Flotho eröffnete in der ersten Halbzeit den Torreigen für die Gastgeber. Die Wiesbadener zeigten anschließend beeindruckenden Kampfgeist, nachdem sie in Unterzahl geraten waren, und verteidigten mit großer Entschlossenheit.

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In der zweiten Hälfte erhöhte Tarik Gözüsirin mit einem spektakulären Direktschuss nach einer Ecke auf 2:1 für Wiesbaden. Die Mannschaft hielt das Ergebnis lange, doch Moritz Seiffert glich in der 87. Minute für Aue aus. Die Schlussphase war hektisch: Blockierte Schüsse, verzweifelte Befreiungsschläge und beide Teams, die mit aller Kraft nach dem Siegstor suchten.

Nach dem Spiel zeigte sich Wiesbadens Trainer Stefan Stritzel enttäuscht und sprach von einer verpassten Chance, da es nicht gelungen sei, die Führung über die Zeit zu bringen. Auch Daniels Scherning, Trainer von Aue, räumte ein, dass sein Team zwar Potenzial habe, aber nach dem Führungstreffer die Kontrolle über die Partie verloren habe. Das Remis ändert zwar nichts an Wiesbadens Tabellenposition, unterstrich jedoch einmal mehr ihren Kampfgeist.

Mit dem Ergebnis steht der FC Erzgebirge Aue nach acht Jahrzehnten in der dritten Liga nun der Gang in die Viertklassigkeit bevor. Für die SV Wehen Wiesbaden war die Partie eine Charakterprobe – und der Beweis, dass sie selbst unter Druck konkurrenzfähig bleibt. Beide Mannschaften verließen den Platz mit gegensätzlichen Gefühlen: Die einen blicken einer neuen Herausforderung entgegen, die anderen nehmen einen hart erkämpften Punkt mit.

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