17 June 2026, 18:16

Sozialwohnungen in Deutschland: 20.000 weniger als im Vorjahr – trotz Milliardenhilfen

Auch im Jahr 2025 gingen 20.000 Sozialwohnungen verloren

Sozialwohnungen in Deutschland: 20.000 weniger als im Vorjahr – trotz Milliardenhilfen

Deutschlands Sozialwohnungsbestand schrumpft 2024 weiter

Bis Ende des Jahres verfügte das Land noch über rund 1,05 Millionen registrierte Sozialwohnungen. Der anhaltende Rückgang sorgt bei Politiker:innen und Wohnungsexpert:innen gleichermaßen für Besorgnis.

Am stärksten betroffen war Nordrhein-Westfalen mit einem Verlust von 18.538 Wohnungen. Auch Bayern verzeichnete einen Rückgang um 2.790 Sozialwohnungen, Berlin um 2.957 Einheiten.

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Nicht alle Bundesländer folgten diesem Trend: Baden-Württemberg baute seinen Bestand um 3.046 Sozialwohnungen aus – die beste Bilanz bundesweit. Insgesamt wurden 57.621 Wohnungen aus der Mietpreisbindung genommen. Bis Ende 2025 sank die Gesamtzahl der Sozialwohnungen im Vergleich zum Vorjahr um 20.000.

Als Gegenmaßnahmen entstanden 4.701 neue Plätze in Wohnheimen für Studierende und Auszubildende. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) sagte bis 2029 Bundesmittel in Höhe von 23,5 Milliarden Euro zu, um die Wohnungsnot zu lindern. Die Wohnungsbauexpertin der Linken, Lay, kritisierte die Lücke von etwa einer Million fehlender Sozialwohnungen.

Trotz regionaler Zuwächse hält der bundesweite Abwärtstrend an. Die geplanten Bundesfördergelder sollen die Entwicklung umkehren, doch das Defizit bleibt beträchtlich. Der Verlust preisgebundener Wohnungen und der schrumpfende Bestand unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen.

Quelle