KfW-Chef fordert Innovationspakt für mehr Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands
Lina LangeKfW-Chef fordert Innovationspakt für mehr Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands
Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW, hat eine neue Investitions- und Innovationsagenda gefordert, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu stärken. Er betonte die Dringlichkeit von Maßnahmen zur Förderung von Unternehmenswachstum und technologischem Fortschritt. Seine Vorschläge zielen darauf ab, langjährige Finanzierungslücken in der Wirtschaft zu schließen.
Wintels schlug einen „Deutschen Pakt für Innovation“ vor, um die Mobilisierung von Kapital zu beschleunigen und Innovationsökosysteme zu stärken. Er plädierte für den Ausbau der Innovationsinfrastruktur, um aus Ideen erfolgreiche Unternehmen zu machen – darunter die verstärkte Unterstützung von Start-ups und wachstumsstarken Firmen.
Die Agenda umfasst auch den Ausbau der Kapitalmarktunion. Regulatorische Anpassungen sollen institutionellen Anlegern den Zugang zu Wagnis- und Wachstumskapital erleichtern. Wintels unterstrich, wie wichtig diese Schritte sind, um zusätzliche Mittel freizusetzen.
Im Rahmen der Initiative wurde 2024 die WIN-Initiative ins Leben gerufen, die eine zentrale Rolle bei der Mobilisierung von zusätzlichem Risiko- und Innovationskapital spielt. Wintels rief zudem Europa dazu auf, größere Wachstumsfonds und Fonds-of-Fonds-Strukturen zu schaffen, um die jährliche Finanzierungslücke im Vergleich zu den USA zu verringern.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen Finanzierungsengpässe überwinden und die wirtschaftliche Position Deutschlands stärken. Dazu gehören regulatorische Reformen, der Ausbau der Infrastruktur und ein besserer Kapitalzugang. Die Änderungen zielen darauf ab, das Land global wettbewerbsfähiger zu machen.
