Solarenergie auf Klärwerken: Wie eine Stadt Stromkosten und CO₂ spart
Tim RichterSolarenergie auf Klärwerken: Wie eine Stadt Stromkosten und CO₂ spart
Neues Solarenergieprojekt in kommunalem Klärwerk gestartet
In einem kommunalen Klärwerk ist ein neues Solarenergieprojekt angelaufen. Das erneuerbare Energien-Unternehmen Greenty hat auf fünf Dächern der Anlage eine Photovoltaikanlage (PV) installiert. Mit der Aufrüstung sollen Kosten gesenkt und der CO₂-Ausstoß durch die Erzeugung von sauberem Strom vor Ort reduziert werden.
Die neu installierte Anlage umfasst 349 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 134 Kilowatt-Peak (kWp). Pro Jahr sollen die Module etwa 120.000 Kilowattstunden Strom erzeugen.
Damit wird rund ein Zehntel des jährlichen Energiebedarfs des Klärwerks gedeckt. Durch den Umstieg auf Solarenergie spart die Anlage zudem jährlich etwa 60.000 Kilogramm CO₂ ein.
Das Vorhaben spiegelt einen bundesweiten Trend wider: Seit 2020 haben rund 1.200 kommunale Kläranlagen ähnliche PV-Systeme installiert. Anreize durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie steigende Energiekosten haben viele Betriebe dazu bewegt, ihren Strom selbst zu erzeugen.
Das Projekt markiert einen weiteren Schritt hin zur Eigenversorgung mit erneuerbaren Energien in Kläranlagen. Mit der neuen Anlage wird das Werk weniger auf externe Stromquellen angewiesen sein. Die Reduzierung von Emissionen und Betriebskosten bringt langfristige Vorteile – sowohl für die Umwelt als auch für die Kommune.