12 April 2026, 02:11

Sixt warnt vor EU-Plänen: Elektrifizierung der Firmenflotten droht Preisschock und Abhängigkeit

Balkendiagramm, das die Anzahl der Elektrofahrzeuge in den Vereinigten Staaten zeigt, wobei die Gesamtkapazität von BMW angegeben ist.

Sixt warnt vor EU-Plänen: Elektrifizierung der Firmenflotten droht Preisschock und Abhängigkeit

Autovermietungsriese Sixt warnt vor EU-Plänen zur Elektrifizierung von Firmenflotten

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Der Autovermieter Sixt hat Bedenken gegenüber den Bestrebungen der EU geäußert, gewerbliche Fahrzeugflotten zu elektrifizieren. Der Konzernchef warnt, dass strengere Emissionsvorgaben die Mietpreise in die Höhe treiben und neue Versorgungsrisiken schaffen würden. Die geplanten Änderungen sind Teil eines umfassenderen Vorhabens, Verbrennungsmotoren in Europa schrittweise abzuschaffen.

Das "Automobil-Paket" der EU, das Ende 2025 vorgestellt wurde, setzt ehrgeizige Ziele für Fahrzeuge mit niedrigen oder keinen Emissionen in gewerblichen Flotten. Nach dem Entwurf müsste Deutschland sicherstellen, dass bis 2030 bereits 83 Prozent seiner Flotte diese Standards erfüllen – bis 2035 sollen es 95 Prozent sein. Die Verhandlungen über das Paket laufen noch.

Sixt-Chef Konstantin Sixt kritisierte die Pläne als "Hintertür-Verbot für Verbrennungsmotoren". Seiner Ansicht nach wird eine beschleunigte Elektrifizierung die Kosten für Verleiher und Kunden gleichermaßen in die Höhe treiben. Zudem berge der Wandel die Gefahr, dass Europa noch stärker von chinesischen Batterielieferanten abhängig werde, da die regionale Produktionskapazität begrenzt sei.

Das Unternehmen verweist auch auf praktische Hindernisse. Infrastrukturlücken wie eine unzureichende Ladeinfrastruktur könnten den Umstieg verzögern. Sixts Warnungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die EU ihre Klimavorgaben für den Straßenverkehr weiter verschärft.

Falls die Regelungen in Kraft treten, stehen Vermietungsfirmen wie Sixt unter Druck, große Teile ihrer Flotten innerhalb eines Jahrzehnts zu ersetzen. Höhere Fahrzeugkosten und Risiken in der Batterieversorgung könnten zu Preiserhöhungen für Kunden führen. Der Zeitplan der EU lässt kaum Spielraum für Verzögerungen bei Infrastruktur oder Produktion.

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