Siemensstadt Square wird zum urbanen Zukunftsquartier mit 3.750 Wohnungen
Tim RichterSiemensstadt Square wird zum urbanen Zukunftsquartier mit 3.750 Wohnungen
Siemensstadt Square in Berlin steht vor einem tiefgreifenden Wandel
Das 76 Hektar große Viertel in Berlins Siemensstadt Square soll nach einem überarbeiteten Masterplan grundlegend umgestaltet werden. Die Wohnkapazität wird sich fast verdoppeln und auf rund 3.750 Wohnungen steigen, wobei die Bauarbeiten 2024 beginnen sollen. Nach Fertigstellung wird das Quartier in den 2030er-Jahren etwa 40.000 Bewohnerinnen, Bewohner und Beschäftigte beherbergen.
Der aktualisierte Plan markiert eine Abkehr von früheren Entwürfen: Bürofächen werden reduziert, während Gewerbezonen in einem einzigen Campus in der Nähe des künftigen S-Bahnhofs Siemensstadt gebündelt werden. Zudem sind Flächen für Industrie, Freizeit und Grünanlagen vorgesehen. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) bezeichnete die überarbeitete Planung als einen "entscheidenden Meilenstein" für die Entwicklung des Stadtteils.
Die seit langem stillgelegte Siemensbahn soll bis Ende 2029 reaktiviert werden und damit die S-Bahn-Anbindung wiederherstellen sowie die Verbindungen ins Berliner Zentrum verbessern. Parallel dazu sind eine Grundschule für 600 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Kita-Standorte im neuen Viertel geplant.
Die Gesamtinvestitionen für das Projekt belaufen sich voraussichtlich auf 4,5 Milliarden Euro, wobei Siemens 750 Millionen Euro beisteuert. Der erste Spatenstich ist für 2024 vorgesehen, die vollständige Fertigstellung soll in den 2030er-Jahren erfolgen.
Der überarbeitete Masterplan setzt auf mehr Wohnraum und bessere Verkehrsanbindung, ohne dabei kommerzielle, industrielle und Freizeitbedürfnisse zu vernachlässigen. Mit Baubeginn im kommenden Jahr strebt das Viertel an, zu einem zentralen Lebens- und Arbeitsraum in Berlin zu werden. Die reaktivierte Siemensbahn und neue Infrastrukturprojekte werden sein Wachstum in den nächsten zehn Jahren unterstützen.






