17 April 2026, 00:15

Sachsen-Anhalts Wirtschaft 2025: Nominales Wachstum, reale Rückschläge und gespaltene Branchen

Liniengraph, der die Trends der Beschäftigungsquote in Frankreich von 2000 bis 2012 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Sachsen-Anhalts Wirtschaft 2025: Nominales Wachstum, reale Rückschläge und gespaltene Branchen

Sachsen-Anhalts Wirtschaft zeigte 2025 ein gemischtes Bild: Einige Branchen florierten, andere kämpften mit Rückgängen. Die Wirtschaftsleistung des Landes wuchs nominal, verzeichnete jedoch real einen leichten Rückgang. Während Sektoren wie Landwirtschaft und Dienstleistungen über dem Bundesschnitt lagen, blieb die Gesamtperformance hinter den regionalen und nationalen Vergleichswerten zurück.

Die Wirtschaftsleistung Sachsen-Anhalts erreichte 2025 ein Volumen von 81,8 Milliarden Euro – ein nominaler Anstieg um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Inflationsbereinigt sank das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) jedoch um 0,2 Prozent. Auch die Arbeitsproduktivität stieg nur moderat um 0,4 Prozent.

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Besonders hart traf es die verarbeitende Industrie, die real um 1,8 Prozent schrumpfte. Die Industrieproduktion brach um 2,7 Prozent ein, mit deutlichen Einbußen in zentralen Teilbereichen. So verzeichneten der Fahrzeugbau, die chemische Industrie, die Metallverarbeitung sowie die Kautschuk- und Kunststoffherstellung spürbare Umsatzrückgänge.

Auch der Bausektor litt unter der schwachen Konjunktur: Die Bruttowertschöpfung ging um 3,0 Prozent zurück. Trotz dieser Rückschläge übertraf Sachsen-Anhalt den Bundesschnitt beim realen Wachstum in Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei und Dienstleistungen.

Dennoch blieb die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowohl hinter dem nationalen Durchschnitt als auch hinter dem Wert Ostdeutschlands ohne Berlin zurück.

Fazit: Die Wirtschaft Sachsen-Anhalts präsentierte sich 2025 zwiespältig. Zwar stieg das BIP nominal und einzelne Branchen glänzten mit überdurchschnittlichen Leistungen, doch die realen Rückgänge in Industrie und Baugewerbe belasteten die Bilanz. Die Wirtschaftskraft des Landes blieb damit weiterhin unter den regionalen und nationalen Benchmarks.

Quelle