17 April 2026, 04:08

Europas Flugbranche setzt stärker auf nachhaltige Kraftstoffe als geplant

Weißer fettgedruckter Text "net-zero Emissionen bis 2050" auf einem festen grünen Hintergrund.

Europas Flugbranche setzt stärker auf nachhaltige Kraftstoffe als geplant

Europas Nutzung nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) steigt rasant

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Im vergangenen Jahr hat sich der Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe (Sustainable Aviation Fuel, SAF) in Europa stark erhöht. 2024 erreichte der Anteil bereits 2 % – ein deutlicher Anstieg gegenüber nur 0,6 % im Jahr 2023. Experten gehen nun davon aus, dass der Kontinent sein Ziel für 2025 vorzeitig erreichen oder sogar übertreffen wird.

Die EU hatte vorgegeben, dass bis 2025 mindestens 2 % des Kerosins an regionalen Flughäfen aus SAF stammen müssen. Bis 2030 soll dieser Wert auf 6 % steigen. Florian Guillermet, Direktor der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), bestätigte, dass Europa auf gutem Weg sei, die 2025er-Marke zu erreichen oder zu überbieten. Ein hochrangiger EU-Vertreter unterstützte diese Einschätzung und erklärte, das Ziel sei wahrscheinlich bereits erfüllt.

Strengere Vorgaben für synthetische e-Kraftstoffe (eSAF) Noch ambitionierter sind die Regeln für synthetische eSAF: Ab 2030 müssen 1,2 % des gesamten Flugtreibstoffs aus eSAF bestehen, bis 2035 steigt die Quote auf 5 %. Trotz Bedenken der Branche hat die Europäische Kommission eine Lockerung dieser Vorgabe ausgeschlossen. Stattdessen will sie eSAF bezahlbarer und breiter verfügbar machen.

Die Airline-Vereinigung Airlines for Europe (A4E) fordert eine Reduzierung der eSAF-Anforderungen. Die Organisation argumentiert, das Angebot sei nach wie vor zu knapp und die Kosten zu hoch. EU-Vertreter bleiben jedoch unnachgiebig: Die Vorgaben müssten bestehen bleiben. Guillermet betonte, es gebe keine Rechtfertigung, die aktuellen Regeln zu ändern.

Fazit: Europa auf Kurs – doch die Herausforderungen bleiben Der rasche Anstieg der SAF-Nutzung zeigt, dass sich die europäische Luftfahrt an strengere Umweltstandards anpasst. Da das 2025er-Ziel wohl bereits erreicht ist, rückt nun die Hochskalierung der eSAF-Produktion in den Fokus. Die Regulierungsbehörden halten an den langfristigen Vorgaben fest – die Airlines müssen sich auf höhere Kosten und ein knapperes Angebot einstellen.

Quelle