17 April 2026, 14:14

"Richi"-Meme löst Rechtsstreit zwischen Schönbächler-Familie und Influencer Zeki aus

Ein Mann in einer schwarzen Kapuzenjacke und einem schwarzen Anzug mit einem weißen Hemd, der ein Mikrofon hält, steht selbstbewusst vor einer Wand und sieht aus wie ein Komiker mit zurückgekämmtem Haar.

"Richi"-Meme löst Rechtsstreit zwischen Schönbächler-Familie und Influencer Zeki aus

Ein viraler Spruch des verstorbenen Schweizer Komikers Hermann Schönbächler hat eine juristische Auseinandersetzung um nicht autorisierte Merchandise-Artikel ausgelöst. Der Ausruf "Richi" entwickelte sich zu einem beliebten Meme und fand später Eingang in die Comedy-Soundboxen des Influencers Zeki. Nun geht die Familie Schönbächler rechtlich gegen die kommerzielle Nutzung ohne ihre Erlaubnis vor.

Der Streit hat bereits dazu geführt, dass große Händler die Produkte vorläufig aus ihren Regalen genommen haben, während Fragen zur Lizenzierung weiterhin ungeklärt bleiben.

Auslöser des Konflikts war die Verwendung von Schönbächlers berühmtem "Richi"-Zitat in den Soundboxen des bekannten Influencers Zeki. Der Audio-Schnipsel avancierte schnell zum Fanliebling und steigerte die Verkäufe der Geräte. Die Familie Schönbächler hatte der Nutzung jedoch nie zugestimmt und erhielt auch keine finanziellen Zuwendungen aus Zekis Produkten.

Die Angehörigen forderten öffentlich ein Ende des Hypes und baten um Respekt sowie Privatsphäre für ihre Kinder. Zudem verlangten sie von Zeki, das Meme aus seiner neuen Soundbox zu entfernen. Dieser bestätigte daraufhin, dass der "Richi"-Clip in künftigen Versionen nicht mehr enthalten sein werde, und behauptete, seine Produkte entsprächen nun den rechtlichen Vorgaben.

Unterdessen stellte der Schweizer öffentlich-rechtliche Rundfunksender SRF klar, dass er die Nutzung der Audioaufnahmen ohne Zustimmung der Betroffenen nicht autorisiert habe. Dies veranlasste große E-Commerce-Plattformen zum Handeln: Brack nahm die Soundboxen vorerst aus dem Sortiment, während Galaxus die überarbeitete Version weiterhin anbietet. Beide Händler zogen zudem weitere Fanartikel mit Bezug zu Schönbächlers Spruch aus dem Verkauf.

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Trotz der Änderungen verkauft Zeki weiterhin Restbestände der alten Soundboxen, die den umstrittenen Clip noch enthalten.

Durch das Einschreiten der Familie Schönbächler sah sich Zeki gezwungen, seine Produkte anzupassen, und die Händler überprüften ihr Sortiment. Die aktualisierte Soundbox enthält das "Richi"-Meme nicht mehr, doch ältere Versionen sind nach wie vor erhältlich.

Der Fall zeigt die rechtlichen Risiken auf, die mit der Nutzung viraler Inhalte ohne entsprechende Genehmigung verbunden sind – insbesondere, wenn es um die Verwendung von Äußerlichkeiten oder Markenzeichen von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und ihren Familien geht.

Quelle