17 April 2026, 20:08

Handwerksbetriebe im Kreis Steinfurt kämpfen mit Energiekosten und Lieferengpässen

Offenes Buch mit dem Titel "Mechanische Institution, zum Vorteil von Meistern, Gesellen und Lehrlingen", wahrscheinlich ein Vorschlag zur Gründung einer mechanischen Institution.

Handwerksbetriebe im Kreis Steinfurt kämpfen mit Energiekosten und Lieferengpässen

Handwerksbetriebe im Kreis Steinfurt kämpfen mit steigenden Energiekosten und globalen Lieferkettenstörungen

Die Handwerksunternehmen im Kreis Steinfurt sehen sich wachsenden Herausforderungen durch explodierende Energiekosten und anhaltende Störungen in den globalen Lieferketten gegenüber. Der andauernde Konflikt im Iran treibt die Ausgaben in die Höhe, während die Unsicherheit im Nahen Osten Investoren zögern lässt. Vor diesem Hintergrund trafen sich kürzlich lokale Verantwortungsträger, um Lösungsansätze zu erörtern und die Zusammenarbeit zu stärken.

Dr. Martin Sommer, Landrat des Kreises Steinfurt, hatte Vertreter der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf zu einem Gespräch in die Kreisverwaltung eingeladen. Im Mittelpunkt der Beratungen standen drängende Probleme – darunter die Auswirkungen der stark gestiegenen Energiepreise und der Lieferengpässe auf die heimischen Handwerksbetriebe.

Beide Seiten betonten die Bedeutung der dualen Berufsausbildung als Schlüssel für stabile Karrierewege und zur Bewältigung von Nachfolgeproblemen in kleinen Betrieben. Der Kreis verwies zudem auf seine Beratungsangebote, die über die Kreishandwerkerschaft und die WESt (Wirtschafts- und Strukturentwicklungsgesellschaft Steinfurt) bereitgestellt werden, um Betriebsübergaben und -übernahmen zu unterstützen.

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Ein weiteres zentrales Thema waren die neuen Vergaberichtlinien für öffentliche Aufträge, die ab dem 1. Januar 2026 in Kraft treten sollen. Die Änderungen zielen darauf ab, Bürokratie abzubauen und Unternehmen in Nordrhein-Westfalen mehr Flexibilität bei der Angebotsabgabe zu ermöglichen. Zudem wurde der anhaltende Kampf gegen Schwarzarbeit thematisiert – ein gemeinsames Anliegen, das nur durch abgestimmte Maßnahmen erfolgreich angegangen werden kann.

Die Teilnehmer lobten den direkten Austausch als unverzichtbar, um die Kommunikation offen und konstruktiv zu gestalten. Die Sitzung endete mit der Bestätigung der vertrauensvollen und engen Partnerschaft zwischen Kreis und Kreishandwerkerschaft.

Das Treffen unterstrich die Notwendigkeit einer fortgesetzten Zusammenarbeit, um den wirtschaftlichen Druck auf das Handwerk zu mindern. Angesichts der bevorstehenden Vergaberegeln und der laufenden Unterstützung bei Betriebsübergängen arbeiten die lokalen Verantwortlichen daran, die Belastungen für die Branche zu verringern. Der Fokus liegt auf praktischen Lösungen – von Ausbildungsinitiativen bis hin zur Bekämpfung illegaler Beschäftigungspraktiken.

Quelle