Proteste gegen Trump-Resort: Flamingos im albanischen Delta bedroht
Ein geplantes Resort-Projekt auf einer albanischen Insel hat weltweit Aufmerksamkeit erregt, nachdem Demonstranten mit rosa Flamingo-Ausschnitten auf Umweltbedenken aufmerksam gemacht haben. Im Mittelpunkt des Streits steht die mögliche Auswirkung eines Bauvorhabens der Trump-Familie auf die heimische Tierwelt in einem geschützten Gebiet.
Albanien, ein kleines Balkanland an der Adria, ist selten Thema in den internationalen Nachrichten. Doch das Vjosa-Narta-Delta, Europas erster Wildfluss-Nationalpark, beherbergt seltene Flamingos, Pelikane und Schildkrötenbrutstätten. Nun bedroht ein Resort-Projekt unter Beteiligung von Jared Kushner, dem Schwiegersohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, dieses Ökosystem.
Kushners Firma Affinity Partners strebt eine Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und der arabischen Welt an. Albanien passt in Israels Strategie, Beziehungen zu nicht-arabischen Staaten in der Nähe des Nahen Ostens aufzubauen. Das Land beherbergt zudem eine iranische Exilgruppe, die sich gegen die Regierung in Teheran stellt.
Die albanischen Anti-Korruptionsbehörden haben eine Untersuchung des Kushner-Deals mit der Regierung in Tirana eingeleitet. Umweltaktivisten fordern Maßnahmen zum Schutz des empfindlichen Ökosystems im Delta. Die Ermittlungen werden prüfen, ob das Resort-Projekt die Umweltschutzgesetze einhält. Das Ergebnis könnte sich auf Albaniens Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union auswirken. Der Fall stellt zudem die Balance zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Naturschutz in einem Beitrittskandidatenland auf die Probe.






