Pharmaverbände fordern von Warken dringende Reformen gegen Abhängigkeit und Instabilität
Lina LangePharmaverbände fordern von Warken dringende Reformen gegen Abhängigkeit und Instabilität
Fünf große Verbände der Pharma- und Biotechnologiebranche haben Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zu sofortigem Handeln aufgefordert. Der Appell kommt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über Deutschlands Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen sowie jüngster politischer Entscheidungen, die die Branche belasten. Die Verbände betonten die Dringlichkeit langfristiger Reformen, um die Zukunft des Sektors zu sichern.
In ihrer Kritik richteten sich die Verbände insbesondere gegen das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz, das ihrer Ansicht nach zu Instabilität auf dem Arzneimittelmarkt führe. Sie warnten, dass unüberlegte Sparmaßnahmen die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in der Branche schwächen könnten.
In einer gemeinsamen Erklärung lehnten die Verbände Vorschläge wie strengere Preisobergrenzen für patentgeschützte Medikamente und verschärfte mengenbasierte Preisregelungen ab. Stattdessen forderten sie strukturelle Reformen, um die Finanzierung des GKV-Systems nachhaltiger zu gestalten.
Ein zentrales Anliegen ist die zunehmende Abhängigkeit Deutschlands von China bei wichtigen Wirkstoffen und fortschrittlichen Technologien. Die Verbände drängten auf eine ressortübergreifende Strategie, um die Rahmenbedingungen für den heimischen Markt zu verbessern.
Zwar begrüßten sie, dass der jüngste Pharma-Dialog dazu beigetragen habe, das Vertrauen in die Branche wiederherzustellen. Dennoch verlangten sie einen klaren Fahrplan für die nächste Phase der Pharma-Strategie. Ihr Ziel ist es, Deutschlands Position als führender Standort für pharmazeutische Innovation und Produktion zu festigen.
Konkrete Forderungen der Verbände umfassen eine Roadmap für künftige politische Schritte sowie Maßnahmen zur Verringerung der Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, Deutschlands Stellung auf dem globalen Pharmamarkt zu stärken – ohne dass kurzfristige Einsparungen das langfristige Wachstum gefährden.






