Österreichs Politiker erhalten 2025 erstmals seit 2021 eine Gehaltserhöhung
Tim RichterÖsterreichs Politiker erhalten 2025 erstmals seit 2021 eine Gehaltserhöhung
Bundespolitiker in Österreich erhalten 2025 eine Gehaltserhöhung von einem Prozent. Damit endet eine dreijährige Phase eingefrorener Bezüge für führende Regierungsvertreter. Es handelt sich um die erste Anpassung seit 2021.
2024 hatten Abgeordnete des Nationalrats und des Bundesrats zwar eine Erhöhung erhalten, diese lag jedoch nur bei der Hälfte der Inflationsrate. Die Gehälter von Regierungsmitgliedern und des Bundespräsidenten blieben dagegen seit drei Jahren unverändert. Auch Parteifinanzierung, Fraktionszuschüsse und die Budgets der Akademien werden in den nächsten zwei Jahren nicht angehoben.
Von der Gehaltserhöhung betroffen sind der Bundespräsident, der Bundeskanzler, der Vizekanzler sowie alle Mitglieder der Bundesregierung. Zudem profitieren Abgeordnete des National- und Bundesrats, der Präsident des Rechnungshofs und die Mitglieder der Volksanwaltschaft. Die Regierungsparteien schlagen die Anpassung vor, um die Haushaltsstabilität zu unterstützen.
Wiederholte Gehaltsstagnationen und unter der Inflation liegende Erhöhungen haben die reale Kaufkraft der Politikergehälter über die Jahre verringert. Als Reaktion darauf haben sich die Österreichische Volkspartei (ÖVP), die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) und NEOS auf einen Reformprozess zur Neuordnung der Abgeordnetenbezüge verständigt.
Die einprozentige Erhöhung tritt 2025 in Kraft und folgt auf eine Phase der Gehaltsstagnation und inflationsbereinigt zu niedriger Anpassungen. Ziel des Reformprozesses ist es, langfristige Fragen zur Angemessenheit der Politikergehälter zu klären.






