01 May 2026, 06:10

Ökonom warnt: Kraftstoffsubventionen heizen Energiekrise weiter an

Grafik zeigt die Entwicklung der Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten mit blauen und grünen Linien, die die Preistrends in jedem Bundesstaat darstellen.

Ökonom warnt: Kraftstoffsubventionen heizen Energiekrise weiter an

Ein führender Wirtschaftswissenschaftler hat gewarnt, dass Subventionen für Kraftstoffe die Nachfrage nach Öl und Gas ankurbeln, die Preise in die Höhe treiben und ausländischen Exporteuren in die Hände spielen würden. Ottmar Edenhofer, Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), bezeichnete die Maßnahme als Fehlgriff bei der Bewältigung der Energiekrise.

Edenhofer argumentierte, die Politik hätte längst den Rückgang des Öl- und Gasverbrauchs als zentrales Element der Energiesicherheit in den Vordergrund stellen müssen. Er verwies auf die Ölkrise der 1970er-Jahre, als Regierungen auf Einsparungen statt auf Preissubventionen setzten. Seiner Ansicht nach würde eine sinkende Nachfrage Europa mehr Spielraum verschaffen, um die globalen Energiepreise zu drücken.

Statt flächendeckender Kraftstoffsubventionen schlug er gezielte Einkommenshilfen für einkommensschwache Haushalte vor. Dieser Ansatz würde die Bürger vor steigenden Kosten schützen, ohne den Verbrauch anzukurbeln. Edenhofer betonte zudem, dass mittelfristige Nachfragesenkungen entscheidend seien, um die Abhängigkeit Europas von ausländischem Öl und Gas zu verringern.

Er stellte das Thema als mehr als nur Klimapolitik dar – es sei eine geopolitische Notwendigkeit. Ohne Gegenmaßnahmen riskiere Europa, weiterhin volatilen Energiemärkten und externen Lieferanten ausgesetzt zu bleiben.

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Die Äußerungen des Ökonomen unterstreichen die Risiken kurzfristiger Lösungen wie Kraftstoffsubventionen. Eine Senkung der Nachfrage, so Edenhofer, sei der einzige Weg, um die Preise zu stabilisieren und die Energieunabhängigkeit zu stärken. Sein Vorschlag zielt auf direkte Hilfen für die am stärksten von den steigenden Kosten Betroffenen ab.

Quelle