Offenbach eröffnet modernes Zentrum für wohnungslose Menschen nach 50 Jahren Sozialarbeit
Tim RichterOffenbach eröffnet modernes Zentrum für wohnungslose Menschen nach 50 Jahren Sozialarbeit
In Offenbach entsteht an der Gerberstraße 15–17 eine neue fünfstöckige Einrichtung für wohnungslose Menschen. Das Gebäude stellt einen bedeutenden Fortschritt in der lokalen Sozialarbeit dar und wird im 50. Jahr des Offenbacher Engagements gegen Obdachlosigkeit eröffnet. Finanziert wird das Projekt von der Stadt sowie dem Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV).
Die Initiative geht auf die Eröffnung der ersten Beratungsstelle für Wohnungslose in der Bismarckstraße vor einem halben Jahrhundert zurück. Nun zieht der Sozialdienst Offenbach Wohnungsnotfallhilfe in ein modernes, 2.000 Quadratmeter großes Gebäude um.
Die neue Einrichtung umfasst eine Männerherberge mit 20 Langzeitwohnungen und acht Notübernachtungsplätzen. Erstmals werden auch spezielle Angebote für wohnungslose Frauen bereitgestellt, darunter vier feste Wohnungen und drei Einzel-Notfallzimmer.
Neben Unterkünften beherbergt das Gebäude die Teestube als Anlaufstelle sowie Fachberatungsdienste der Diakonie. Die Stadt Offenbach stellt ein zinsloses Darlehen in Höhe von 1,4 Millionen Euro bereit, während der LWV den Großteil der laufenden Unterbringungskosten übernimmt.
Das neue Gebäude soll die Betreuungsstandards erhöhen und eine Versorgungslücke für wohnungslose Frauen schließen. Durch die Zusammenführung moderner Einrichtungen unter einem Dach wird eine bessere Unterstützung für Hilfsbedürftige gewährleistet. Das Projekt unterstreicht das langjährige Engagement der Region im Kampf gegen Obdachlosigkeit.






