Oberasbach erhöht Grundsteuer B auf 690 Punkte – was das für Hausbesitzer bedeutet
Tim RichterOberasbach erhöht Grundsteuer B auf 690 Punkte – was das für Hausbesitzer bedeutet
Oberasbach hat den Hebesatz der Grundsteuer B für den Haushalt 2026 auf 690 Punkte angehoben. Die Entscheidung fällt nach monatelangen Bemühungen der Stadt, ihr Budget ohne Rückgriff auf Rücklagen auszugleichen. Laut Behörden ist der deutliche Anstieg notwendig, um Verzögerungen bei wichtigen Bauvorhaben zu vermeiden.
Der Stadtrat beschloss die Steuererhöhung Ende Februar 2026 nach monatelangen Debatten über Finanzierung und Fristen. Betroffen sind nun bebaute und bebaubare Grundstücke, während landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Flächen weiterhin befreit bleiben.
Die Verwaltung Oberasbachs scheiterte daran, den Haushalt ohne die Inanspruchnahme von Rücklagen zu stabilisieren. Um zahlungsfähig zu bleiben, muss die Stadt nun Millionen an Investitionskrediten aufnehmen. Zudem wurde Mitte März ein großer Einschnitt vorgenommen: Die geplante Sanierung der Jahnhalle-Turnhalle wurde gestrichen.
Die Steigerung der Grundsteuer ist Teil eines umfassenden Konsolidierungsplans, um die Finanzen Oberasbachs zu festigen. Anders als in den Vorjahren erhielt die Stadt diesmal keine Landeshilfen aus München, sodass nur noch lokale Maßnahmen bleiben.
Der neue Grundsteuer-B-Satz gilt ab 2026 für alle betroffenen Grundstückseigentümer. Die Stadt erhofft sich durch die Erhöhung eine Entlastung der Haushaltslage und die termingerechte Umsetzung der Bauprojekte. Ohne externe Unterstützung sind Kredite und Steueranpassungen nun die wichtigsten Instrumente, um den Haushalt Oberasbachs zu sichern.






