Neue Projekte stärken ältere Menschen durch Generationenaustausch und lokale Netzwerke
Amelie BrandtNeue Projekte stärken ältere Menschen durch Generationenaustausch und lokale Netzwerke
In Deutschland gewinnen politische Initiativen zur Förderung älterer Menschen an Fahrt, da regionale Akteure bessere Unterstützung und Vernetzung vorantreiben. In Baden-Württemberg startet ein neues Projekt, das Generationen verbinden soll, während in Nordrhein-Westfalen Kommunen gemeinsame Herausforderungen diskutieren und zukünftige Veranstaltungen planen. Beide Vorhaben zielen darauf ab, das Leben älterer Menschen durch praktische Lösungen und Zusammenarbeit zu verbessern.
In Baden-Württemberg hat der Landesseniorenrat BW das Projekt "Stark im Land – Generationen verbinden" ins Leben gerufen, das den Austausch zwischen den Generationen fördert. Dazu gehören gemeinsame Veranstaltungen, die Verleihung eines Generationenpreises (Bewerbungen sind bis zum 30. Juni 2026 möglich) sowie eine Wissensplattform, auf der bewährte Praktiken vorgestellt werden. Die Initiative unterstützt zudem lokale Partnerschaften mit Pflegeheimen und Gemeinden und bildet ältere Ehrenamtliche aus, die partizipative Kurse leiten. An vier Standorten wird das Programm bereits umgesetzt.
Bei einem jüngsten Treffen der "Bergischen Runde" tauschten sich Vertreter aus Radevormwald, Mettmann, Haan, Remscheid und Solingen über gemeinsame Herausforderungen aus. Als drängende Themen wurden Barrierefreiheit im öffentlichen Raum sowie flexible Zahlungsmöglichkeiten – sowohl digital als auch klassisch – genannt. Die Runde betonte zudem die Bedeutung von Seniorenbeiräten als Bindeglied zwischen Kommunalpolitik und älteren Bürgern.
Radevormwald geht noch einen Schritt weiter und befragt rund 3.000 Senioren zu ihren Bedürfnissen. Der nächste "Bergische Seniorentag" findet im April 2028 in Wuppertal statt und steht unter dem Motto Prävention. Jürgen Axel Seeh übernimmt die Vorbereitungen. Die "Bergische Runde" vereinbarte, die Zusammenarbeit fortzusetzen; das nächste Treffen ist für den 21. Mai 2026 geplant.
Die Projekte in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen zeigen ein wachsendes Engagement für die Teilhabe und Unterstützung älterer Menschen. Intergenerationelle Programme, lokale Befragungen und abgestimmte politische Maßnahmen zielen darauf ab, praktische Probleme wie Barrierefreiheit und Selbstständigkeit zu lösen. Künftige Veranstaltungen, darunter der Seniorentag 2028, werden diese Initiativen weiter voranbringen.






