19 April 2026, 06:09

Merz und Miersch liefern sich erbitterten Streit über Ursachen von Frauenhass

Plakat mit der Aufschrift "Kinderaert ist eine nationale Bedrohung - Sollen wir der Industrie gestatten, das Land zu fesseln" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine vielfältige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen

Merz und Miersch liefern sich erbitterten Streit über Ursachen von Frauenhass

Im Bundestag entbrannte eine hitzige Debatte über Gewalt gegen Frauen, bei der Bundeskanzler Friedrich Merz und SPD-Chef Matthias Miersch aneinandergerieten. Merz brachte den Anstieg solcher Straftaten mit Migranten in Verbindung, während Miersch ihm vorwarf, eine bestimmte Gruppe unfair zu verantwortlichen, statt das grundlegendere Problem anzugehen.

Während der Sitzung verurteilte Kanzler Merz die zunehmende Gewalt gegen Frauen und verwies dabei sowohl auf körperliche Übergriffe als auch auf digitale Belästigung. Er argumentierte, dass ein beträchtlicher Teil dieser Taten von Tätern mit Migrationshintergrund verübt werde.

Miersch widersprach dieser Darstellung umgehend. Er betonte, dass Gewalt gegen Frauen weder an Nationalität noch an Religion gebunden sei, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem darstelle, das alle Gemeinschaften betreffe. Der SPD-Vorsitzende kritisierte Merz scharf dafür, den Fokus einseitig auf Migranten zu lenken, und bezeichnete diesen Ansatz als unangemessen und spalterisch.

Stattdessen forderte Miersch umfassende Lösungen, die alle Opfer schützen – unabhängig von der Herkunft der Täter. Er rief die Abgeordneten dazu auf, das Problem in seiner Gesamtheit zu betrachten, anstatt bestimmte Gruppen herauszugreifen.

Der Schlagabtausch offenbarten tiefe Gräben in der Frage, wie Gewalt gegen Frauen bekämpft werden soll. Während Merz das Thema mit Migration verknüpfte, plädierte Miersch für eine breitere Perspektive. Die Debatte endete ohne Ergebnis und ließ die Frage nach der künftigen politischen Ausrichtung unbeantwortet.

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